Jahrgang 
69 (1966) / N.S. 20
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tung feststellen zu können. Nichtsdestoweniger hoffen wir, hiemittrotz aller Schwierigkeiten wenigstens für späterhin einige Richt-linien darzubieten 26).

Zu unserer ältesten Gruppe, die wir noch in der erstenHälfte des 18. Jahrhunderts ansetzen wollen, werden wohl nochNr. 15 und 43 gehören. Eine zweite Gruppe können wir in derzweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden erachten. Dazumöchten wir vielleicht Nr. 25, 34 und 40, und knapp vor 1800Nr. 24, rechnen. Dem Jahre 1800 entstammt unser einziges datier-tes Stück, Nr. 16. Den älteren Typen der ersten Hälfte des19. Jahrhunderts glauben wir Nr. 8, 32, 35, 37, 38, 41, 42, 47 und 48,den jüngeren vielleicht die Nummern 3, 4, 5, 6, 11, 12, 13, 14, 20,21, 22, 23, 28, 29, 30, 31, 33 und 39 anrechnen zu dürfen. Aus derzweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts scheinen Nr. 1, 2, 7, 9, 10, 17,18, 19, 26, 27, 36, 44, 45 und 46 zu stammen.

Wir haben also, wie wir sehen, ältere Stücke aus dem18. Jahrhundert nur in ganz geringer Anzahl vor uns. Der hierhergehörigen Nr. 43 gleicht nur ungefähr ein steirisches Objekt,welches V. v. Geramb, der es sogar noch älter, barock oderrenaissancezeitlich hält, abbildet 27). Immerhin ist auch ihm keinKummetkamm untergekommen, der sich mit Sicherheit vor 1600n. Chr. datieren ließe 28). Daß es aber zweifellos auch vorhersolche gegeben hat, liegt recht nahe, da sich ja doch nach denvon Geramb angeführten Beispielen etwa seit der letzten Hälftedes ersten Jahrtausends vor Chr. vielleicht doch eine gewisseKontinuität der Formen in Ost-, Mittel- und Nordeuropa nach-weisen läßt. Er hält die älteren auf uns gekommenen Stücke aneinem an der Öse befestigten Riemchen am Kummet frei herab-hängend angebracht 29). Das trifft, obwohl dieses nicht mehrerhalten ist, nach unserem eben vorgeführten Material nur beiNr. 43 wirklich zu, da auf das freie Hängen hier die starkeAbnützung des Oberteiles der Öse, welche wahrscheinlich wohlan einer Kette hing, hinzuweisen scheint. Und daß diese Tatsachewirklich mit unserem ältesten Objekt übereinstimmt, istsicherlich nicht nur Zufall. Wir glauben das darüberhinaus hierdeshalb ziemlich aussagekräftig halten zu dürfen, weil dieses

26) Für die Mithilfe an der Datierung ist der Verfasser HerrnPeter Weninger, Akademischer Restaurator der NiederösterreichischenLandesregierung im Niederösterreichischen Landesmuseum in Wien, zuDank verpflichtet.

27) V. v. Gera mb, Über den Kummetkamm a. a. O., S. 229, Tafel41, mittlere Kolonne, unten.

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28) Ebd., S. 229.

29) Ebd., S. 228.