Chronik der Volkskunde
Zum XX. Band der Neuen Serie
Die verschiedenen Hoffnungen und Erwartungen, die anläßlich desErscheinens des X. Bandes der Neuen Serie auszusprechen waren( sieheoben OZV Bd. X/ 59, 1956, S. 1 ff.), haben sich weitgehend erfüllt. Die Zeit-schrift ist in den weiteren zehn Jahren immer nur gewachsen, hat ihrenUmfang vergrößern können, ihre Bildbeilagen vermehren, und hat auchstetig an Abnehmern zugenommen. Dazu haben vermutlich nicht nur diegrößeren Abhandlungen und kleineren Mitteilungen, die uns dauerndreichlich zufließen, beigetragen, sondern auch die vielen Buchbesprechun-gen, durch die wir dem Wachstum der Literatur unseres Faches gerecht-zuwerden versuchen, und die Anzeigen, die doch mit einer gewissenRegelmäßigkeit verschiedene Gruppen von Neuerscheinungen zu erfassentrachten.
Alle diese Einrichtungen sollen beibehalten werden, womöglich nochausgebaut, wenn es die Umstände erlauben. Der Verein für Volkskundebeginnt heuer, 1966, ein eigenes kleines Nachrichtenblatt herauszugeben,das in knappster Form über die„ Volkskunde in Österreich" orientierenwird. Dieses reine Informationsblatt kann die„ Chronik" unserer Zeit-schrift etwas entlasten. Wenn es aber gilt, zu den Veranstaltungen undVeröffentlichungen Stellung zu nehmen, dann soll es doch auch weiterhinim Rahmen der Zeitschrift geschehen. Alle unsere Freunde und Mit-arbeiter werden daher gebeten, uns auch weiterhin mit entsprechendenBeiträgen, Nachrichten und Einsendungen zu erfreuen. Alle ihre unseingesandten Bücher und Sonderdrucke kommen ja der Bibliothekunseres Hauses zugute, in der sich auch sämtliche Tauschzeitschriftenfinden, durch die unsere Zeitschrift so wesentlich zum Aufbau diesergrößten volkskundlichen Fachbibliothek Österreichs beiträgt.
Schließlich erlauben wir uns auch an dieser Stelle allen amtlichenStellen und Institutionen dafür zu danken, daß sie die Herausgabe derZeitschrift finanziell unterstützen. Neben dem Bundesministerium fürUnterricht, dem Magistrat der Stadt Wien und den einzelnen Landes-regierungen gilt unser Dank besonders dem Notring der wissenschaft-lichen Verbände Österreichs, der sich um die Vermittlung von Druck-kostensubventionen für unsere Zeitschrift seit Jahren und stets erfolg-reich bemüht hat. Dadurch sind wir auch in die Lage versetzt worden,in diesen abgelaufenen zehn Jahren den Bezugspreis der Zeitschrift nichthinaufsetzen zu müssen, was wieder vor allem den Einzelbeziehernzugutegekommen ist, für die unsere Zeitschrift in erster Linie gedacht ist.
Wir hoffen, diese Dinge so wie bisher fortführen zu können, undauf diese Weise dem Fach weiterhin ein verläßliches wissenschaftlichesOrgan zu gewährleisten.Leopold Schmidt
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