Jahrgang 
68 (1965) / N.S. 19
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Der Wärmeofen ist zugleich ein Kochofen( Guckofen). Ofen-gestänge.

4. Ausbildung einer Wärmeecke, des Höllba'ls.

Dazu kommt:

5. Durchgehende Holzwände und Holzdecke mit einfachem, wenigverziertem Rösbam, Schiffboden.

6. Die Holzwände und selbstverständlich die Decke sind ur-sprünglich rauchgeschwärzt, sekundär häufig weiß getünchtund nachgedunkelt bzw. durchgesottet.

7. Entsprechend der Holzblockwand kleinere Öffnungen der( mei-stens) vier Stubenfenster. Niemals fehlen die oberhalb der Fen-ster angebrachten zwei Rauchlöcher.

8. Die Hühnersteige" befindet sich meist an der Türwand.9. Einrichtung: neben den Türen Handtuchhalter mit Fetzen( Handtuch), umlaufende Bank, Tisch, weitere zwei Bänke,1 oder 2 Stühle.

Tisch diagonal gegenüber Ofen, über dem Tisch Altarl" undBilder, unter der Bank Spucktrüherl, an der OfenbankSchuhlöffel an Kette befestigt. Türseitig meist Schüsselrehm.Stand- oder Wanduhr.

10. Von der Stube ist die dahinterliegende Schlafkammer desBauern erreichbar.

Unmittelbar verwandt mit den Verhältnissen des Rauchhausessind die nordwestlich, nördlich und teilweise nordöstlich anschlie-Benden Stuben des Mittertenn- Einhauses, das bereits den Rauch"(= Getreidetrocknungsanlage) aufgegeben oder ihn nie besessenhat, ferner die Stuben der Innviertler Vierseithöfe und der, Haus-ruck- Vierseithöfe", die zwischen Vierseit- und Vierkanterbildungstehen. E. Kriechbaum 19) bildet ein Rauchküchenhaus" aus demMattigtal ab, das man besser als Flurküchen- bzw. als Herdflur-haus bezeichnen sollte. Hier befindet sich ohne Trennmauer deroffene Küchenherd in Verbindung mit dem Backofen am Ende desHausflurs( Hauses"), der Stubenofen wird vom Herd aus ge-laden. Der Rauch zieht bereits durch einen Kamin ab. So wiebeim echten Rauchhaus bezieht auch hier die Stube die Ecklage.Ein wenig weiter nordwestlich dominiert immer noch das,, Haus", das gegen die bayrische und salzburgische Grenze hin,, Fletz" genannt wird 20). Der südostalpine Einfluß( der Rauch-stube) läßt hier nach, die Idee des westgermanischen Wohnstall-hauses" macht sich stärker bemerkbar und äußert sich sehr deut-19) Eduard Kriechbaum, Das Bauernhaus in Oberösterreich,Stuttgart 1933, Tafel IV.

20) Eberhard Kranzmayer, Die südostdeutschen Namen desHausflures( Bayrisch- Südostdeutsche Hefte für Volkskunde 1940, 5/6).

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