landschaften, da solche stärkerer Beharrung, gibt. Aber nicht nurdieser überall anzutreffende Unterschied wird sich in den Stu-ben bemerkbar machen, sondern auch und dies noch mehr
die Verschiedenartigkeit der entwicklungsgeschichtlichen Voraus-setzungen, die in Oberösterreich gegeben sind. Es ist nahelie-gend, eine innere Beziehung der Stube zu der besonderen Artdes Bauernhofes anzunehmen. Dabei muß eine Übereinstimmungder Stubenlandschaft mit der Hauslandschaft nicht unbedingtgegeben sein.
Vor einer Darstellung der unterscheidenden Merkmale derStuben soll auf die so stark ins Auge fallende Gemeinsamkeit,auf das Gleichbleibende in den oberösterreichischen Stuben hin-gewiesen sein. Nahezu gleichartig ist besonders die innere Ord-nung und Einteilung der Bauernstube, die sie bekanntlich mitdem gesamten oberdeutschen Raum gemeinsam hat. Durch Ofenund Tischwinkel erhalten alle Stuben( im engeren Sinne) denempfindungsmäßig entscheidenden Eindruck.
Die Unterschiede beziehen sich auf
a) Lage im Haus und die Beziehung zu den unmittelbar be-nachbarten Räumen,
b) die Art der Wände und Decken,
c) die Fenster und Türen,
d) die Beheizung und Beleuchtung,
e) Abweichung vom„ Stubenkanon", d. h. von der gemeinhinüblichen Inneneinteilung,
f) Möbel und Getäfel,
g) besondere Eigentümlichkeiten.
Vor allem macht sich die Abhängigkeit der Stube von denHauslandschaften hinsichtlich ihrer Lage im Haus und ihrer Be-heizung bemerkbar. Aber auch die Art der Wände beantwortetsich unter einem mit der Frage nach diesem Zusammenhang.
Rudolf Heck! 10) gebührt das Verdienst auf einleuchtendeWeise die Haus- und Gehöftlandschaften Oberösterreichs mit denhistorischen und geographischen Räumen zur Deckung gebrachthaben. Darnach entspricht dem dreistufigen geographischen Ver-tikal- Aufbau des Landes: Alpenanteil, Alpenvorland und nord-danubisches Granithochland, ein ebenso dreigeteilter Kulturraum.
10) Rudolf Heck 1, Oberösterreichische Baufibel, Die Grundformendes Ländlichen Bauens, Salzburg 1949.
Rudolf Heck 1, Die Landschaften Oberösterreichs im Spiegel desBauernhauses, Mitt. der Geogr. Gesellschaft 1949, S. 21-45.
Rudolf Heck 1, Oberösterreich, Landschaft, Landwirtschaft, Land-baukunst, Wien 1947.
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