erste sei hier die Wiener Dissertation von Hannelore Fieg er-wähnt, die 1962 eine sehr umfangreiche Materialsammlung überdas Wenden im an die Obersteiermark anschließenden südwest-lichen Niederösterreich vorlegte. 14) Ihre eigenen und die Nach-forschungen ihrer vorzüglichen Gewährsleute, wie z. B. BarbaraSimhandl, Alois M. Wolfram, Lothar Bieber und anderer, sind,was die Vollständigkeit der Fragestellung und der Aufsammlungbetrifft, durchaus bemerkenswert. Und selbst die Verarbeitungdieser Bestände ließ nur wenige Wünsche offen. 15) Unmittelbarlandschaftlich daran im Westen anschließend sind die Nachrich-ten, die Nora Rollett in ihrer Wiener Dissertation nun schon vormehr als zwanzig Jahren, 1943, zu unserem Thema, über dasWenden im unteren, oberösterreichischen Ennstal, beibrachte. 16)In zwei jüngeren Arbeiten ist das Abbeten in der ebenfalls derObersteiermark benachbarten kärntischen Nock- Landschaft 1952von Oswin Moro 17) und 1956 von Matthias Maierbrugger 18) be-handelt worden. Vor kurzem konnte der Verfasser selbst überdie Volksmedizin und ihre Erforschung im Burgenland in einerkurzen Zusammenfassung berichten. 19)
In der Steiermark hatte nun im Sommer 1962 der Verfasserauf Anregung von Hannelore Fiegl versucht, eine kleine Nach-sammlung über das Abbeten, die 1963 vorgelegt werden konnte,zu veranstalten. 20) Im Winter 1963/64 hat die im folgenden mit-geteilten Nachrichten über Menschen, die bei Leiden von Menschund Tier in altüberlieferten Formen helfen konnten, auf Grundeiner Umfrage, welche der Verfasser im Herbst 1963 veranstal-tete, Frl. Hilde Schober aus Mitterdorf im Mürztal gesammelt. 21)
14) Hannelore Fiegl, Das Wenden in Niederösterreich. Ein Bei-trag zur Volksmedizin. Diss., Wien 1962.
15) Verf., Beiträge und Anregungen zur Erforschung der Volks-medizin im Burgenland.( Burgenländische Heimatblätter, 25. Jg., Eisen-stadt 1963, S. 158 f., Anm. 6.)
16) Nora Rollett, Volkskundliches aus dem unteren Ennstal.Diss., Wien 1943, S. 67 ff., 74 ff.
17) Oswin Moro, Volkskundliches aus dem Kärntner Nockgebiet.Klagenfurt 1952, S. 18 ff.
18) Matthias Maierbrugger, Sympathiemittel aus dem Nock-gebiet. Carinthia I, 146. Jg., Klagenfurt 1956, S. 408 ff.
19) Verf., Beiträge und Anregungen zur Erforschung der Volks-medizin im Burgenland.( Burgenländische Heimatblätter, 25. Jg., Eisen-stadt 1963, S. 156 ff.); Ergänzend dazu Karl Mollay, Volksmedizini-sches aus St. Margarethen im 16. Jahrhundert.( Ebd., S. 91 f.)
20) Verf., Mitteilungen über„ Abbeten",„ Wenden und Sympa-thiemittel in Steiermark und Oberösterreich. Österreichische Zeitschriftfür Volkskunde, Bd. 66/ XVII N. S. Wien 1963, S. 96 ff.
21) An dieser Stelle sei Frl. Hilde Schober für die mühevolle Auf-sammlung freundlichst gedankt.
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