Gerade der Blick auf die Möbel, die nur als ein Beispiel für vieleSammelgruppen herausgehoben wurden, macht klar, was in den ver-flossenen 25 Jahren für Restaurationen aufgeboten werden mußte.Zeitweilig stand die Sorge um die Wiederherstellung der Objekte imVordergrund. Dies bezieht sich in gleicher Weise auf die Holzobjektewie auf die Textilien. Unablässig wurde restauriert, aber die dauerndeBewegung und Unruhe durch die Verlagerungen dieser Jahrzehnteließ die Bemühungen einer oft vergeblichen Anstrengung gleichen.
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Damit ist auf das äußere Schicksal der Sammlungen im letztenVierteljahrhundert hingezielt. Fünfmal wurden sie während des Krie-ges verlagert und umgelagert. Aus der letzten Zuflucht in SchloßMühldorf, Gemeinde Feldkirchen an der Donau hier hauste unga-risches Militär mit und unter den Sammelobjekten! holte derBerichterstatter im Juli 1945, als die Zweiteilung Oberösterreichs durchdie sowjetische Besetzung des Mühlviertels unmittelbar bevorstand,die gesamte Sammlung in mehreren Tages- und Nachteinsätzen überdie Donau und brachte sie in das Landesmuseum. Hier konnte sienatürlich nicht bleiben. Den Bemühungen des damals mit der Museums-leitung betrauten Dr. Justus Schmidt war es zu verdanken, daß amDachboden der Realschule Bergeräume zur Verfügung gestellt wurden.Hier wurde dank der Mithilfe des braven freiwilligen"( d. h. nichtangestellten) Mitarbeiters Heinrich Großberger ein mustergültigesDepot eingerichtet, das in den folgenden Jahren eine erste Sichtung undBearbeitung möglich machte. Hier konnte die Sammlung auch bis zumHeiligen Abend 1958 verbleiben. Infolge des akut gewordenen Aus-baues der Realschule mußte sie nun wieder plötzlich verlagert wer-den und zwar nach der ehemaligen Auhof- Kaserne in Urfahr- Katzbach.Die Verlagerung wurde am Silvestertag 1958 abgeschlossen. Das DepotRealschule war allerdings schon länger nicht mehr in der Lage ge-wesen, den gesamten Bestand, besonders die Neuzugänge, aufzuneh-men. Diese wurden seit 1957 im Depot Schloß Tillysburg eingelagert.Hieher kamen vor allem die sperrigen Objekte wie Mostpressen, Bau-bestandteile von Häusern, die neu erworbene Lodenstampfe und dgl.-
Nicht unwesentliche Teile, wie die gesamte Textilsammlung, ver-blieben im Haus Museumstraße, eine gewisse Objektreihe lagerteseit dem Krieg im Depot„ Altes Bräuhaus". So kam es, daß mit Be-ginn der Übersiedlung ins Schloß im Sommer 1961 die Sammlungenauf fünf Depots aufgeteilt waren und sogar hier wieder durchdie notwendig gewordene Totalvergasung völlig umgeschichtet werdenmußten.
Das bitterste Schicksal war es jedoch, daß die Objekte nicht auf-gestellt werden konnten.
Der 8. Juni 1963, die Eröffnung des Schloßmuseums, wurde daherauch als besonderer Freudentag in der Geschichte der Volkskunde-Abteilung erlebt.
Ausstellungen
Es wäre jedoch ein Irrtum, anzunehmen, daß in der Zwischenzeitdie angesammelten Schätze nicht wenigstens zeitweise ans Licht ge-rückt worden wären. Trotz der kriegsbedingten Pause zwischen 1940und 1945 wurden bis zum Beginn der Einrichtung des Schloßmuseums25 Ausstellungen durchgeführt, d. h. es wurden in einigen Jahren öfterzwei, ja drei Ausstellungen veranstaltet und zwar:
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