Jahrgang 
67 (1964) / N.S. 18
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außerhalb von Wildalpen dem Forsthaus gegenüberstand, zurestaurieren. Er soll die Arbeit zur vollen Zufriedenheit derAuftraggeberin durchgeführt haben. Sommergäste bestauntenund bewunderten das Werk gleichfalls immer wieder. Heute solldas Bild bereits durch ein anderes ersetzt sein.

Rupert Grießl stellte seine Begabung auch in den Dienst per-sönlicher Dankbarkeit. Frau Luise Ruedl- Zisler hat aus ihrerKinderzeit ein Schriftstück aufbewahrt, das ihrer Mutteranläßlich des Neujahr- Wünschens von den Grießl- Kindern über-reicht worden ist. Für die Idee und Ausarbeitung der Urkundezeichnet natürlich Vater Grießl verantwortlich( Abb. 12). Imoberen Drittel sehen wir die zeichnerische Darstellung einerWeihnachtskrippe. Auf dem Krippenberg ist der Ort Wildalpenmit seiner großen Wallfahrtskirche aufgebaut. Links unterhalbder Krippe, in Verehrung zur heiligen Familie aufblickend, stehtein Elternpaar mit seinen Kindern. Den übrigen Raum nimmtnahezu ganz der Text ein. Eine kleine Zeichnung links sagt nocheinmal deutlich aus, an wen die Dankes- Worte gerichtet sind. Siegibt das Bild über dem Haustor des Gasthofes Zisler wiedereinen Jäger nach dem sich das Haus ,, Zum steirischen Alpen-jäger nannte. Unterhalb des Textes, trotz Feuchtigkeitsschädenimmer noch zu erkennen, ist links der Gasthof Zisler gezeigt undim Halbrund nach rechts sind zwei andere Gebäude gezeichnet,wie sie auch heute den Hauptplatz von Wildalpen umschließen.Die Worte lauten:

Kinder- Dank an die gute Frau Marie Zisler.

O, Christkindlein! wir Kinder sind hier,Und bitten Dich: Beim Krippelein.

Viell gute Sachen bekammen wir.

Laẞ Dir die milde Geberin allzeit empfohlen sein.R. Grießl's Kinder.

Wildalpen, 1. Jänner 1892."

Frau Marie Zisler hat die Grießl- Kinder jährlich zu Weih-nachten und zum Nikolaus- Fest beschenkt. Unseren Schnitzerund Maler lernen wir in diesem Zusammenhang noch von eineranderen Seite kennen, die das Bild seiner Persönlichkeit erfreu-lich rundet. Vater Grießl verwandelte sich in den heiligen Gaben-bringer! Er wurde in all den Jahren seiner Mission von den Kin-dern, seine eigenen eingeschlossen, nicht erkannt. Ich möchte FrauLuise Ruedl- Zisler aus eigenem Erleben selbst darüber sprechenlassen 18): Ich erinnere mich, daß Rupert Grießl jedes Jahr wäh-rend meiner schönen Kinderzeit als heiliger Nikolaus zu uns kam.18). Briefliche Mitteilung an mich vom 26. 10. 1962.

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