Jahrgang 
67 (1964) / N.S. 18
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des Faschingsrittes in Maxglan und Liefering ¹), drei Jahre spä-ter, am 22. März 1786, waren, nach der gleichen Quelle 5), dieOsterritte untersagt worden. Nach Ansicht der Behörde warendiese Pferdefeste bereits 1793 nur mehr eine Belustigung,gleichwohl mochten sie, in den tieferen Schichten der Bevöl-kerung, der Stadtrandbevölkerung Salzburgs, in dumpfer Ahnungund verblassender Erinnerung noch kultisch- magische Bezügehaben, zu vieles spricht dafür. Man kennt dort noch die Durch-führung genau, der Stadtsyndikus erhält, nach eigener Aussage,noch authentischen Bericht über die Dauer und die Art derVorbereitungen dazu. Die Motive sind zahlreich und deutlich( einst) kultischen Charakters, 1805 die Unanständigkeit, die,, Moralwidrigkeit, der Unfug, der unvermeidlich" ist, die Polizeiwidrigkeit, die Bezeichnung als Unsinn, als Farce,der Jungmännerbund, das Schwärmen, der Degen, der ent-blößte Degen, die Zeremonien, die als gewisse" deutlich alskulthaft bezeichnet sind, der Umritt, die Schmückung der Pferde,das Band, die Possen, der Lärm, die Schalksnarren, dieschiedenen Masken", der Tanz, der tolle Tanz, die Trunken-heit, ferner Nachklang von( magisch- kulthafter) Raserei, Ekstaseund Berauschung, die Mitwirkung der Mädchen( in der Schmük-kung der Pferde), 1807 das Ringelstechen, der erste Siegerpreisdes roten Tuches, der das Pferderennen zum Scharlachrennen"werden läßt, der zweite und der dritte, Pferdezaum und Pferde-sporn. All das geht, wie die Gesuchsteller ausdrücklich betonen,,, nach bisherigen Gebrauch. Und das bestätigen auch anderehistorische Aufzeichnungen. Das Ringelstechen war lange zuvorin Salzburg beliebt gewesen, besonders unter Erzbischof WolfDietrich, 1587-1612, der, nach Steinhausers Chronik, ein eigenesGelände für das Quintanarennen im Frauengarten abgrenzenund zurichten ließ, und noch genau 30 Jahre vor unserer Salz-burger Urkunde von 1807, nämlich 1777, war von SalzburgerAdeligen ein Ringelrennen gehalten worden. Johann B.Josef Joachim von Schidenhofen vermerkt in seinem Tagebuch 6)am Dienstag den 16 Octob( er)( 1777). Frühe zu Hause. Um9 uhr auf die Reitschul, wo die Barisanischen auf Frühstückkommen. Dann ware Ringelrennen, Bey denen Graf Goller,Überacker, Altham, H( err) von Mölk, Gecko, Jos( ef) und

4) Franz Martin, Die Salzburger Chronik des Felix AdauktusHaslberger.( Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde,Bd. 68, 1928, S. 62).

5) Ebenda, Band 69( 1929), S. 99.

6) Diarium über die eigene Verrichtungen. 10 Hefte, Handschrift,deutsch. Heft Nr. 9. Landesarchiv Salzburg.

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