Jahrgang 
66 (1963) / N.S. 17
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noch einen ganzen Katalog dieser von Oskar Moser eindrucksvollgestalteten Schausammlung wünschen. Das Landesmuseum fürKärnten ist ja auf anderen Gebieten publizistisch ungemein rüh-rig; da wäre die Schaffung eines solchen gut illustrierten Führerssicherlich zu ermöglichen.

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Wenn man von neuer Sammlung und frischem Gestaltermutin einem kärntner Heimatmuseum sprechen will, muß man wohlbesonders das im Entstehen begriffene Bezirks- Heimatmuseum'in Spittal an der Drau nennen. Der alte Markt, der sich heuteals junge, sehr lebensvolle Stadt gibt ³), liegt bekanntlich durch-aus nicht an der Drau, sondern an der Lieser, und ist dementspre-chend vor allem seinem Hochgebirgshinterland zugewandt. Vonder Drau bis zum Großglockner kann sich demgemäß das Ein-zugsgebiet eines Museums erstrecken, das hier im wesentlichen inden letzten Jahren rein nur infolge der Initiative des Schuldirek-tors Helmut Prasch entstanden ist. Der vielseitige, auch als hei-matlicher Schriftsteller tätige Schulmann, der alle Formen derHeimat- und Volkstumspflege geradezu leidenschaftlich und per-sönlich betreibt, hat innerhalb von etwa drei Jahren eine sehr be-achtliche Menge an Sammelmaterial zustandegebracht. Die Land-schaft selbst, die Natur, das sind Hintergründe dieser Sammlung:Hauptsache für Prasch ist die bäuerliche Volkskultur. Das Ar-beits-, Siedlungs- und Gerätewesen der prämaschinellen ZeitOberkärntens hat in ihm seinen Sammler gefunden.

Der Verein, als den Prasch sein Museum gegründet hat, kauftnichts an, sondern läßt es seinen Mitgliedern, den Förderern",eine Ehre sein, dem Museum die Objekte zu widmen. Freilichversteht es Prasch, die nun auch bei einer Widmung erforderlichenMühen, vor allem den Transport, die Reinigung usw., auf sich zunehmen. Immer findet er den einen oder anderen Lastwagen, derdas alte Gerät aus den Bergtälern oder von den Almen herunter-fährt. Dafür hat die Stadtgemeinde Spittal großes Verständnis er-wiesen, und Prasch ein Stockwerk, das oberste, des Schlosses Por-cia mitten im Weichbild von Spittal zur Verfügung gestellt. Dasberühmte Spätrenaissanceschloß steht längst leer, von Möbeln deralten Besitzerfamilien hat sich so gut wie nichts erhalten. So läßtsich kein stadt- oder schloßgeschichtliches Museum aufbauen, undPrasch kann die ihm zugewiesenen Räume, die er immer noch zuerweitern und zu vermehren versteht, mit dem alten bäuerlichenArbeitsgerät füllen. 1961 hat er aus dem Material eine 1. Sonder-

3) Vom Markt zur Stadt. Festschrift der Stadt Spittal zum KärntnerGedenkjahr 1960. Geleitet von Erich Nußbaumer. Spittal 1960.

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