Aus dem Jahresbericht des Museums ist zu erwähnen, daß dasBundesministerium für Unterricht wiederum unsere Arbeiten tatkräftiggefördert hat. Die Gesamteinnahmen beliefen sich infolge der Normal-und Sonderdotationen insgesamt auf S 578.338,49, wovon allerdings$ 100.000, als Durchlauferposten für den Ankauf der Ursulinen-Apotheke in Abzug zu bringen ist. Die meisten Ausgaben sonst mußtenwieder für die Einrichtungsarbeiten geleistet werden, besonders für dieweitere Ausgestaltung der Depots mit Stahlregalen, die sich sehr gutbewähren.
Aus der musealen Tätigkeit sind vor allem die Erwerbungen bzw.Inventarisierungen der Hauptsammlung zu erwähnen. Der zahlen-mäßige Stand am Ende des Jahres 1961 betrug 60.430 Objektnummern( die Graphiksammlung ist in dieser Zahl nicht enthalten). Der Zuwachsvon insgesamt 6057 Objekten wäre der höchste in der Geschichte desMuseums überhaupt. Er hat sich aber im wesentlichen aus der Neu-inventarisierung von vorhandenen, aber bisher unaufgearbeiteten Be-ständen ergeben. Durch Ankauf wurden nur 92 Objekte erworben.durch Widmung 3821( darunter 3350 Bodenfunde aus Wien und Nieder-österreich von Dr. Mais). Aus dem Bestand der LeuchtersammlungLadislaus Ritter von Benesch wurden 2144 Objekte nachinventarisiert.Unter den Widmungen sind besonders 40 Perlenbänder aus der Buko-wina von Herrn Ebrulf Bauer zu erwähnen, sowie 61 Aquarelle ausBosnien, welche Frau Elisabeth Leth- Lethenau aus dem Nachlaß ihresVaters, des Malers Franz Ritter Leth von Lethenau gespendet hat. EinTeil der Widmungen ist wieder im Zusammenhang mit den Umfragenunseres Archives eingeliefert worden. Von den Ankäufen sind besonderseinige barocke Devotionalkopien zu erwähnen, die sich auf WienerGnadenbilder beziehen, vor allem ein großes Ölbild der hl. Kümmernis.Als Ergänzung unseres geringen Kärntner Möbelbestandes konnte eineschöne Truhe aus dem Rosental erworben werden. Dr. Kundegraber hatauf ihrer Kundfahrt in der Gottschee eine Reihe von Objekten aus demheutigen Slowenien erwerben können.
Was die museale Innenarbeit betrifft, so sind einige Punkte derGebäudeausgestaltung herauszuheben. Auf unser dringendes Verlangenwurde von der Gemeinde Wien der Binnenhof gepflastert, die dortbefindlichen Kanalanlagen wurden erneuert. In den Vergleichsräumen„ Italien“ wurden die Wände trockengelegt. Durch die Gewista wurdeein Hinweisschild_auf das Museum an der Ecke Langegasse- Floriani-gasse aufgestellt. Die Haustelephon- Anlage wurde erneuert, das Staats-telephon erhielt einen dritten Anschluß, so daß wesentliche Erleichte-rungen in vielen Belangen eingetreten sind. In der Schausammlungwurde der neue Keramikraum durch eine Vitrine der mittelalterlichenGebrauchskeramik ausgebaut. Im Krippenraum sind nunmehr alleKrippen beleuchtet, für die Mitte des fensterlosen Raumes wurde eineeigene beleuchtbare Standvitrine gebaut. Die meisten handwerklichenArbeiten, wieder durchwegs von den Aufsehern des Museums selbstdurchgeführt, galten der Heizkörperverkleidung, der Umarbeitung derPultvitrinen, der Vereinheitlichung der verschiedenen Vitrinentypensowie der Schaffung von zusätzlichem Depotraum. Die Deponierung derTrachten konnte durch ein großes neues Stahlregal wesentlich verbes-sert werden, das die einzelnen Trachten jeweils geschlossen in eigensangefertigten Kartons enthält. Von den übrigen Arbeiten dieser Art istbesonders der große vielteilige neue Kartothekkasten für die Bibliothek
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