aufnahmen unterscheiden sich von den Musealaufnahmen vor allemdarin, daß sie nur von kurzen Herkunftsangaben und nicht von aus-führlichen Beschreibungen im Sinne einer gründlichen volkskundlichenDokumentation begleitet sind.
Eine Übersicht der abgebildeten Gegenstände zeigt, daß im wesent-lichen alle Gruppen der Volkskunst vertreten sind. Besonders zahlreichsind die verschiedenen Gattungen von Möbeln, Stubeneinrichtungen undStubengetäfel als charakteristische Belege für die Vorarlberger Wohn-kultur abgebildet. Die Bilder von Gegenständen aus Holz, Keramik,Glas, Zinn und Schmiedeeisen, von ziervollen Geräten der Bauern undder Handwerker und eine Anzahl von Bildwerken, deren eingehendereBeschreibung hier nicht möglich ist, ergeben einen repräsentativenQuerschnitt durch das Volkskunstschaffen in Vorarlberg. Es lassen sichaus dem Bildmaterial die charakteristischen Züge der Volkskunst inVorarlberg und gleichzeitig auch die für ihre Eigenart bestimmendenEinflüsse recht deutlich ablesen.
Der photographische und handschriftliche Nachlaẞ von JosefWeninger bedeutet für die Photothek und das Archiv des Öster-reichischen Museums für Volkskunde eine sehr wichtige Erweiterungder Bestände. Das Museum hat hiermit für das Bundesland Vorarlberg,das bisher sammlerisch nicht allzustark vertreten war, eine verhältnis-mäßig umfangreiche, in einzelnen Beispielen auch schon historische( u. a. die gedeckte Holzbrücke und die getäfelte Stube des Gasthauses„ Zum Löwen" in Tschagguns), vor allem aber eine wissenschaftlichsichergestellte Bilddokumentation erwerben können, welche sich mitder ständigen Erinnerung an den verstorbenen Ehrenpräsidenten desVereines für Volkskunde verbindet.
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