historisches Museum in Stralsund"; die Arbeit kann sich auf ein Manu-skript des früheren Direktors des Stralsunder Museums, Fritz Adler,stützen, dessen Band„ Pommern" in der Reihe„ Deutsche Volkskunst"( Bd. XI, München 1930) in bester Erinnerung geblieben ist.- ChristaPieske aus Lübeck legt eine Abhandlung aus ihrem SpezialgebietVolkstümliche Graphik im Kulturhistorischen Museum Stralsund: DiePatenbriefe vor. Walter Borchers, einst mit dem Museum in Stettineng verbunden, heute Museumsdirektor in Osnabrück, stellt einen um-fassenden Überblick über„ Das Bauern- und Fischermöbel auf Hidden-see, Ummanz, dem Darf und Mönchgut“ bei. Es handelt sich um einesehr eingehende, Möglichkeiten und Zusammenhänge überlegende Ab-handlung, die für die volkskundliche Möbelforschung besonders bedeut-sam erscheint. Karl Baumgarten von der Volkskundlichen For-schungsstelle in Rostock endlich berichtet aus seiner Bauernhaus-forschung, nämlich über den„ Zuckerhut von Pantow auf Rügen".Zusammen mit den historischen, kunst- und kulturhistorischen Beiträgenalso ein recht reicher Ertrag.Leopold Schmidt
Dr. A. L. Vischer, Das Bernische Stöckli. Eine volkskundliche Studiezum Altersproblem. Unter Mitarbeit von Martha Hofer. 116 Seiten,mit 4 Tafeln. Englisch broschiert Fr./DM 14,50.
Inhalt: Vorwort. 1. Einleitung. 2. Durchführung der Unter-suchung. 3. Der Name. 4. Bauart. 5. Geschichtliches. 6. Unsere Unter-suchung: a) Ergebnisse einer Umfrage bei den Schülern der landwirt-schaftlichen Schulen, b) Aus Gesprächen mit Käsereiinspektoren. c) AusGesprächen mit orts- und volkskundigen Persönlichkeiten. 7. Verbrei-tung des Stöcklis. 8. Das Stöckli als Alterswohnung und die Hofübergabe.9. Schlußbetrachtung. Anhang: Persönliche Erhebungen. TabellarischeZusammenstellung der Befragung der Schüler der Landwirtschafts-
schulen.
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Vor einem Jahrzehnt hat Walter Laedrach, der verdienstvolleBegünder der„ Berner Heimatbücher" auf diese Form des„ Austrag-stüberls" in seinem Kanton aufmerksam gemacht: Das Bernische Stöckli( Berner Heimatbücher, Bd. 47) Bern 1951. Die vorliegende feinsinnigeStudie beschäftigt sich nun nicht nur mit den Gebäuden, diesen oft spei-cherartigen Nebenhäuschen, sondern vor allem mit ihrer Funktion als„ Altenteil. Die„ Alterspflege auf privatautonomer Grundlage" wirdhier im Traditionsbereich des bernischen Bauerntums herausgearbeitet.Es ist eine betont weibliche Arbeit, auch die sehr persönlich gehaltenenBerichte über Besuche bei den Auszüglern bestätigen das. Aber die vonVischer und der Mitarbeiterin Martha Hofer gesammelten Daten sinddoch sehr eindrucksvoll. Gegenstücke aus anderen Hauslandschaftenwären jedenfalls nützlich, um die„ sozial- anthropologische" Stellungdieser Einrichtung auf größeren Strecken richtig einschätzen zu können.Auch der Funktionswandel dieser Kleinhäuser müßte breitere Schichtender Hausforschung interessieren, soweit sie sich von den einengendenGesichtspunkten der„ technischen Hausforschung" und der„ Gefügefor-schung etwas freimachen können.Leopold Schmidt
Christian Caminada, Die verzauberten Täler. Die urgeschicht-lichen Kulte und Bräuche im alten Rätien. 326 Seiten, 24 Tafeln Abb.Olten 1961, Walter- Verlag. sfr. 18,80.
Der heute hochbetagte Bischof von Chur hat in früheren Jahr-zehnten in mehreren Abhandlungen alles einschlägige Material zum
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