Jahrgang 
64 (1961) / N.S. 15
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eine lang nachwirkende Geltung besessen. Holger Rasmussen, der sich inder Zeit seines Wirkens in Odense um die Volkskunde in den Museender Insel Fünen sehr verdient gemacht hat( vgl. auch seine verschiedenenAbhandlungen in der Zeitschrift Fynske Minder") hat nun die erhal-tenen 40 Bindebriefe aus Fünen, die aus dem Zeitraum von 1630 bis 1889reichen, untersucht. Die Darstellung ist dänisch, doch unterrichtet eindeutsches Resumé über die Ergebnisse. Das Bändchen ist geradezubibliophil schön ausgestattet und vermittelt von dieser zarten Papier-Volkskunst einen vorzüglichen Eindruck.Leopold Schmidt

Pius Emmenegger, Senseland(= Schweizer Heimatbücher,Bd. 98/99). 120 Seiten, davon 57 bis 120 Abb. Bern 1960, Verlag PaulHaupt.

Die schöne Reihe der Schweizer Heimatbücher" bietet immerwieder Einzelbände mit guten landschaftlichen Sonderdarstellungen.Hier liegt der Band über das Land an der Sense, also im wesentlichenden deutschen Teil des Kantons Freiburg, vor. Das katholische Bauern-land, Voralpen- und Alpengebiet, kommt in der Einleitung zu einerguten heimatkundlichen Darstellung, durch die man die in sich drei-geteilte Landschaft besser versteht. Der Bildteil zeigt neben vorzüglichenLandschaftsaufnahmen schöne, instruktive Bilder von Bauernhäusern,Möbeln, Geräten, auch Menschen bei der Arbeit und beim Fest. Sehrschön die Aufnahme( 89) der Kreuzgangtöchter von Tafers in der Kränzlitracht.Leopold Schmidt

Vorträge und Reden anläßlich des ersten Tages des Brotes in Ulm/ Donauam 22. Oktober 1960(= Schriftenreihe des Deutschen Brotmuseums,Heft 1). Ulm 1961. Deutsches Brotmuseum, 40 Seiten( vervielfältigt).

Anläßlich der Neueröffnung des privaten Deutschen Brotmuseums"wurde eine Reihe von Vorträgen über Stellung und Bedeutung desBrotes gehalten. Sie liegen nunmehr veröffentlicht vor und geben einenschönen Überblick über den Umfang der Interessen des Brotmuseumsund seines Gründers, Senator Eiselen. Auch ein volkskundlicher Vor-trag befindet sich darunter, Helmut Dölker hat klug überlegt undvielseitig über Brot und Gebäck im volkstümlichen Leben" gesprochen( S. 9-23). Es wäre schön, wenn in dieser Schriftenreihe auch weiterhindie Volkskunde ab und zu zu Wort kommen könnte.

Leopold Schmidt

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