zu organisieren gedenkt:„ In Zusammenarbeit mit den Instituten fürFolkloristik und Ethnographie an den Akademien der Wissenschaftenund den Ministerien für Kultur der Volksrepublik Albanien, Volks-republik Bulgarien, Volksrepublik Polen, Rumänischen Volksrepublik,Tschechoslowakischen Republik, Ungarischen Volksrepublik, Union dersozialistischen Sowjetrepubliken.“ Man bemerkt das Fehlen von Jugo-slawien, dessen lebhafte Veröffentlichungstätigkeit auf unserem Gebiethier also nicht berücksichtigt werden wird. Die Redaktion führen LudwigKunz in Brünn und Rudolf Weinhold in Berlin. Es handelt sich umbewährte Fachleute, die, wie es im Vorwort heißt das in den maßgeben-den Lehr- und Forschungsstätten( der betreffenden Länder) gesammelteund gesichtete Material, das eine umfassende, vollauthentische Informa-tion in Aussicht stellt, den jeweiligen„ nationalen Redaktionsausschüs-sen" zu verdanken haben.
Das erste Heft bringt in Form von Buchbesprechungen Referate überallgemeine Fragen( Bibliographie, Personen, Institutionen, Theorie, Wis-senschaftsgeschichte) und über die sachlichen Arbeiten in„ nationalenGruppen. Nationale und regionale Gruppen, interethnische Beziehungen,das alte Dorf, das sozialistische Dorf, der Industriearbeiter, das sind hierdie einzelnen Untergruppen. Dann folgen die Sachgebiete Siedlung undBauten, Arbeit und Wirtschaft, Transport, Verkehr, Handel, Nahrungs-wesen, Handwerk, Volkskunst, Gesellschaft, Recht, Erziehung, Volks-glauben, Volkswissen, Volksmedizin, Sitte, Brauch, Kinderspiel, Volks-dichtung, Volksmusik, schließlich Volkssprache und Namen. Man sieht,ein reichhaltiges Programm, das durch die Betonung der gesellschaft-lich- wirtschaftlichen Verhältnisse eine deutliche Ausrichtung aufweist,wie sie der Obertitel„ Demos" eben zum Ausdruck bringen soll: Es han-delt sich nicht mehr um„ Volkskundliche Informationen“ an sich, sondernum Informationen über die Volkskunde in den Volksdemokratien.
Damit ist von Anfang an Klarheit geschaffen. Rein sachlich wäre jaein derartiges Berichtorgan heute nicht mehr so notwendig wie vor zehnJahren, da sich viele Zeitschriften in Ost- und Südosteuropa wieder zuReferaten in deutscher Sprache entschlossen haben. Manche Publika-tionen in der Tschechoslowakei wie in Ungarn erscheinen fast ganz indeutscher Sprache, was für die Zugänglichkeit der dort geleisteten Arbei-ten zweifellos am allerbesten ist. Aber hier, im„ Demos“ handelt es sichja nicht mehr nur um die deutschsprachigen Referate, es handelt sichdarum, das Werden dieser in vieler Hinsicht neuartigen Volkskunde inden Volksdemokratien vorzuführen. Wir sehen jetzt bei weitem deut-licher als bisher, wie unser Fach dort ein anderes Gesicht als bisher, einpolitisch- zeitgeschichtlich geprägtes erhalten hat. Das dürfte also dieserneuen Zeitschrift besondere Bedeutung verleihen. Leopold Schmidt
Erich Schneider, Sorbische Volkstrachten 3. Die Tracht der Sorbenum Hoyerswerda.(= Serbske narodne drasty 3. Erich Krawc, DrastaSerbow wokolo Wojerec.) Bautzen, VEB Domowina- Verlag, 1959119 Seiten, 80 Abb., Skizzen im Text.
Das Zentralhaus für Volkskunst in Leipzig bemüht sich seit län-gerer Zeit, schöne Bildbände über die Volkskunst und die Trachten derBevölkerung Deutschlands herauszugeben. Dabei fällt ein besonderesGewicht auf Publikationen, die sich mit den Sorben( Wenden) beschäfti-gen. Dem hier angekündigten Band über die Tracht um Hoyerswerda
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