Jahrgang 
64 (1961) / N.S. 15
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La Baume, Franz Petri, Paul Reinecke, Wilhelm Schleiermacher, ErnstSprockhoff und Joachim Werner sei hier besonders auf zwei Arbeitenaus der Hausforschung hingewiesen, nämlich auf Hermann Hinz Ein-fahrtstor und Erntebergung"( S. 118 ff.) mit wichtigen Erwägungen zumNiedersachsenhaus, und auf Walther Zimmermann Ecclesia ligneaund ligneis tabulis fabricata( S. 414 ff.), mit vorzüglichen Listen zurFrühgeschichte der Holzkirchen,Leopold Schmidt

Gerhard Eitzen, Das Bauernhaus im Kreise Euskirchen(= Ver-öffentlichungen des Vereins der Geschichts- und Heimatfreunde desKreises Euskirchen, A- Reihe, Heft 3). Euskirchen 1960, 104 Seiten mit31 Textabbildungen und VIII Bildtafeln.

Das schmale, aber inhaltsreiche und gediegen gearbeitete Buchbietet ein Musterbeispiel für die methodische Arbeitsweise der nordwest-deutschen Bauernhausforschung und für ihre zu beträchtlichen Teilenveränderte Situation von heute. Sein Betrachtungsfeld umfaßt mit demLandkreis Euskirchen einen Teil der Waldeifel und ihres nördlichenVorlandes, einen Landstrich also, der noch über einen verhältnismäßigreichen Bestand an alten Häusern verfügt und zum unmittelbaren Ein-zugsbereich des in Entstehung begriffenen Rheinischen FreilichtmuseumsKommern gehört. Im Rahmen der von Adelhart Zippelius geleitetenVorarbeiten zu diesem Bauernhofmuseum wird man auch die vorliegendeStudie Gerhard Eitzens am besten verstehen. Sie ist zunächst gekenn-zeichnet durch die Sorgfalt der Baugefügeforschung und die wachsendeBedachtnahme auf die verschiedenen Baualtersbestände und trägt in dersachlichen Klarheit ihrer Text- und Bilddarstellungen das spezielle Ge-präge aller Arbeiten, die Eitzen seit einer Reihe von Jahren namentlichfür seine niedersächsische Heimat, das Lüneburgerland, geschrieben hat.Eine knappe, aber anregende Einleitung führt uns an den Gegenstandund seine räumliche Abgrenzung heran. Den größten Raum nimmt dieDarstellung der von Eitzen fast durchwegs neu aufgenommenen Bau-bestände in Anspruch, deren 34 Objekte er entweder aus Direktdatie-rungen oder stilkritischen Vergleichmaßstäben bestimmten Altersschichtenund-typen einzuweisen sucht. Daraus ergeben sich die zentralen Durch-führungskapitel: I. Das Bauernhaus vor dem Dreißigjährigen Krieg,II. Das Bauernhaus in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, III. DasBauernhaus im 18. Jahrhundert, IV. Nebengebäude und Hofanlage undV. Das( jüngere) Wohnstallhaus. In diesen Hauptteilen ist eine beträcht-liche Fülle an Material und Beobachtungen eingearbeitet, die auch derallgemeinen Hausforschung nicht verlorengehen sollten. Dies gilt sowohlfür die Hausmorphologie wie im besonderen auch für die feineren Detailsim Baugefüge und in der Verformung des Holzbauwerks. Während derVerfasser letzteres zwar zur Altersbestimmung der einzelnen Denkmälerjeweils genau angeführt, beschränkt er sich in den letzten Abschnittenseiner Untersuchung auf eine zusammenfassende Einordnung der altenländlichen Bauweisen seines Arbeitsgebietes in größere Zusammenhängeunter dem Gesichtspunkt der Hausmorphologie. Wer sich daher nichtdie Mühe nimmt, die einzelnen Baubeschreibungen durchzuarbeiten, demwird manche wichtige Feststellung des Verfassers etwa über die zeitlichverschiedenen Arten von Schwertbändern, Nagelungen, Streben, Ständern,Schwellen, Bundbalken usf. oder über die verschiedenen Profilierungenund Fassungen, ja selbst über das Dachgerüst und die einzelnen Artender Abbindung der Ständergerüste verborgen bleiben. Deshalb wäre esvielleicht wünschenswert gewesen, wenn der Verfasser auch für diese

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