Chronik der Volkskunde
Verein und Museum in den Jahren 1959/1960
Am 25. Mai 1960 fand die Jahresversammlung des Vereinesstatt. Der Jahresbericht des Vereines konnte von der Weiterführung derZeitschrift und von den Vereinsvorträgen berichten. Für die Unter-stützung der Vereinsunternehmungen wurde insbesondere dem Bundes-ministerium für Unterricht, der Stadt Wien, den Landesregierungen vonBurgenland, Niederösterreich und Steiermark sowie dem Notring derwissenschaftlichen Verbände Österreichs der wärmste Dank ausge-sprochen. Die Jahresversammlung wählte folgende Damen und Herrenzu korrespondierenden Mitgliedern:
Architekt Dr. Karl Rumpf, Marburg a. d. Lahn,Prof. Dr. Erich Seemann, Freiburg im Breisgau,Dir. Georges- Henri Riviere, Paris,
Dir. Marijana Gusic, Agram.Dir. Dr. Ludwig Kunz, Brünn.
Im Anschluß an die Jahresversammlung hielt Dr. Adolf Mais einendurch Farblichtbilder unterstützten Vortrag über„ Religiöses Volkslebenin Südpolen".
Aus dem Jahresbericht des Museums ist vor allem zu er-wähnen, daß das Bundesministerium für Unterricht die Arbeiten tat-kräftig gefördert hat. Es beliefen sich die Gesamteinnahmen im Jahr1959 auf S 336.951,36, die meisten Ausgaben mußten wieder für Bau- undEinrichtungsarbeiten geleistet werden, insbesondere für die Regalbautenin den Depotanlagen. An personellen Veränderungen war zube-richten, daß der ganze Photographen- Dienstposten nunmehr mit FrauElfriede Lies besetzt wurde. Als Ergebnis jahrelanger Bemühungenwurde zu Ende 1959 endlich ein 4. Dienstposten des wissenschaftlichenDienstes geschaffen und mit Dr. Klaus Beitl besetzt. Der Zuwachs derHauptsammlung betrug 237 Nummern, davon 114 Widmungen vonverschiedenen Spendern. Von den Ankäufen sind besonders die mit Hilfedes Bundesministeriums für Unterricht erworbenen albanischen Trachten.ferner eine Reihe von Votivbildern, darunter wieder eine wichtige Reiheaus Nordtirol zu erwähnen. Viele Erwerbungen stehen auch wieder mitden Umfragen" des Archives im Zusammenhang. Die Universitäts-bibliothek Graz hat dem Museum freundlicherweise die Reste der seiner-zeit von Prof. Dr. Hugo Schuchhardt erworbenen Baskensammlung zurVerfügung gestellt. Was die Innenarbeiten betrifft, so konnten wie-der verschiedene Verbesserungen durchgeführt werden. Zunächst konntedie erste Hälfte der Möbelstuben aufstellungsmäßig erneuert werden.dann wurden die gleichen Arbeiten, einschließlich der Heizkörperver-kleidungen, auch für die zweite Hälfte durchgeführt. Insbesondere andie Schaubarmachung der eingebauten Montafoner Stube, mußte vielArbeit aufgewendet werden. Von den Räumen im Oberstock wurde der
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