Dienstag und Mittwoch von abends sieben Uhr bis früh drei Uhrabgehalten. Seit Februar war der Tanz bis früh fünf Uhr gestattet.Am letzten Faschingstag, Dienstag war die Unterhaltung, wie inder Provinz, nur bis Mitternacht gestattet, dann begann das Fastenund die Einäscherung. Diese Bälle waren zumeist mit Nachtmahlverbunden und in diesem Falle war die Eintrittskarte 1 Guldenund 8 Kreuzer. Ohne Nachtmahl 34 Kreuzer. Die Polizei- Kommis-sion überwachte es streng, daß genügend und entsprechendes Ge-tränk serviert wurde, außerdem daß die Eßwaren quantitativ undqualitativ nicht beanstandet werden konnten. Im Unterhaltungs-saal hat jeder gesellschaftlicher Unterschied aufgehört: ein jederdurfte an dem Ball teilnehmen. Laut Meldungen des Ball- Pächtersan die Wiener Ball- Kommissarien hat man an den„ Banater Bällen"sich recht gut unterhalten. Die Jugend tanzte die damaligendeutschen Tänze. Die Älteren rauchten ihre Pfeifen, zechten undspielten Karten oder Würfel. So sehr besucht und beliebt warendiese Faschingsbälle", daß man diese nach„ Auferstehung“( Ostern) verlängern wollte und um Abhaltung von„ Ostern- Bälle"bei der Hofkammer eingekommen ist. Die Hofkammer erlaubtediese, doch verordnete sie: zugunsten der Banater Volksschulenauf jede Eintrittskarte einen„ Aufschlag“ von 10 Kreuzer zu be-heben. Nach zehn Bällen hob die Hofkammer 250 Gulden und10 Kreuzer für den Banater Volksschulfonds ein 19). Selbstver-ständlich unterhielt sich auch die Schuljugend, besonders zurFaschingszeit. Die Faschingsabende in der Temesvarer Jesuiten-schule waren sehr berühmt. Bei dieser Gelegenheit führte die Schul-jugend Theaterstücke auf und wetteiferte mit komischen Dekla-mationen 20).
19) Wiener Hofkammerarchiv: Hung ann. 1773. Takáts,A régi Magyarország jókedve( Die gute Laune des alten Ungarns).Budapest, 1921, 188-195.
20) Juhász, Jesuiten im Banat. In: Mitteilungen des Österreichi-schen Staatsarchivs. Wien, 1958, 153-220.
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