Jahrgang 
62 (1959) / N.S. 13
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Der Jahresbericht des Museums konnte darauf hin-weisen, daß dem Museum im Jahr 1958 insgesamt S 395.933,76 zur Ver-fügung standen, die zum größten Teil vom Bundesministerium fürUnterricht im Subventionswege gewährt wurden. Außerdem haben Zu-wendungen von Vereinen und Privatpersonen zu den Gesamteinnah-men beigetragen, wobei besonders für die Zuwendung des Vereines derMuseumsfreunde zu danken ist. Personell hat sich die Situation günstigweiterentwickelt, da im Berichtsjahr zwei weitere halbe Dienstpostenzur Verfügung gestellt wurden, wodurch das Museum zu einer ganz-tägigen Reinigungsfrau und einem Photographendienstposten gekom-men ist. Den letzteren bekleidete vom März bis Dezember ErichLünemann, der dann ganz zur Albertina versetzt wurde. Der in derBibliothek verwendete Vertragsbedienstete Hermann Luzny, der imSeptember 1958 noch sein 25jähriges Dienstjubiläum im Hause feiernkonnte, ist uns am 18. September bedauerlicherweise durch den Todentrissen worden. Sein langjähriges verdienstvolles Wirken und seinefreundliche persönliche Art lassen ihn dem Verein und Museum un-vergessen bleiben.

Die Hauptsammlung hatte am Ende des Jahres. 1958einen Stand von 52.866 Inventarnummern aufzuweisen( ohne Graphik-sammlung), der Zuwachs betrug 1232 Objekte. Davon gelangten 993durch Schenkung in den Besitz des Museums. Die Schenkungen stammenvon folgenden Spendern: Fr. Hermine Böckel, Wien; Prof. Mario An-dreis, Vicenza; Fr. Maria Klimesch, Wien; Fr. Helene Holomek, Wien;Dir. Josef Baumann, Dr. Maria Kundegraber, Fr. Elfriede Lies, Ober-rat Dr. Franz Lipp, Linz; Dir. Aloisia Wagner, Wien; K. Bundy, Wien;R. Winter, Wien; Fr. Erika Neumann, Wien. Von den 133 Ankäufensind besonders die Feldsammlungen von Herrn Dr. Mais in Polen,von Frau Lies im Pinzgau und von Frau Prof. Maria Hofer in Kitzbühelzu erwähnen. Eine Anzahl von Neuerwerbungen steht in direktemZusammenhang mit den Umfragen unseres Archives.

Was die Innenarbeiten betrifft, so wurde die Gebäudeausge-staltung so weit gefördert, daß ab Juni die eine Hälfte der Säle imObergeschoß eröffnet werden konnte. Das war nur infolge der umfang-reichen Tischler- und Anstreicherarbeiten möglich, die wieder zumGroßteil von Angestellten des Hauses geleistet werden konnten. Beson-ders durch einheitliches Anstreichen und Tapezieren sowie durch dieFußbödenversiegelung und die Anschaffung von Teppichläufern konntedie Neuaufstellung einheitlich und sauber gehalten werden. In derzweiten Jahreshälfte wurden diese Arbeiten auch auf das Erdgeschofausgedehnt, wo die Möbelstuben zur Hälfte erneuert werden konnten.Besonders umfangreiche Tischler- und Tapeziererarbeiten machte dieGestaltung des neuen Doppelraumes für kleinere Wechselausstellungenerforderlich, der dem Museum an günstigster Stelle eine gewisse Be-wegungsfreiheit gibt. Die Neuaufstellung wurde durch zahlreicheGroßphotos, Karten und Beschriftungen verlebendigt, deren Anfertigungzwar weder einfach noch billig war, für eine zeitgemäße Ausstellungs-methode volkskundlicher Sammlungen jedoch unentbehrlich erscheint.

Auch im Garten wurden die Spuren der Bauarbeiten getilgt.Durch das Entgegenkommen der Gemeinde Wien konnte ein stein-plattenbelegter Mittelweg durch den Garten geschaffen werden. Dieschöne Schmerzensmannplastik aus Neuberg an der Mürz wurde aufeinem eigenen neuen Sandsteinsockel nun endlich würdig aufgestellt.

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