Jahrgang 
62 (1959) / N.S. 13
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Unter den größeren Tieren sieht man das Pferd immerweniger und weniger. Die Konkurrenz der motorisiertenPferde", des Autos und des Schleppers, wird daran nicht unbe-teiligt sein. Wächserne Pferde hangen u. a. an einer hölzernenTafel unter der Statue des Schweinespezialisten Antonius desEinsiedlers dessen Schutz sich auch oft über den ganzen Vieh-stand verbreitet in der Liebfrauenkirche in Brügge. Auch inZerkegem bemerkten wir im Juni 1952 wächserne Pferdchen,demselben Heiligen aufgetragen.

Das Rind erfreut sich einer geräumigeren Verbreitung.Silberne Spezimina bewundert man in Ingooigem, wo St. Antoniusdem Einsiedler gedient" wird gegen das Antoniusfeuer beiMensch und Tier, und gegen allerhand Hautkrankheiten. In Wul-pen sind silberne Rinder dem hl. Rochus geopfert. Für dieWachsrinder beschränken wir uns auf Heilige, die als Hornvieh-patrone bekannt sind, wie z. B. die mit ihrer traditionellen Kuhdargestellte hl. Brigida von Irland, in Eggewaartskapelle, Bese-lare und( bis vor einigen Jahren) in Beveren- IJzer, den hl. Cor-nelius, abgebildet mit dem Horn als ikonographisches Attribut.der u. a. in Adinkerke und Oekene verehrt wird. Im August1957 bemerkten wir bei einer Antonius- von- Padua- Figur inAlveringem eine Marmortafel, in die mit vergoldeten Linien eineKuh hineingekerbt war. Dieses Exemplar erstaunte uns sehr, dadie üblichen Marmortafeln immer nur mit Texten versehen sind.Aber das Schwein braucht dem Rind nicht nachzustehen.Selbstverständlich wird unsere Aufmerksamkeit hier an ersterStelle auf St. Antonius den Einsiedler gelenkt, der mit seinemrassigen Schweinchen als ikonographischem Attribut doch alsallererster Schweinepatron in Frage kommt. Das schönste silberneSchwein haben wir im schon erwähnten Ingooigem gesehen, wosein Fest, am 17. Jänner, mit glanzreicher Feier und Naturalien-opfer begangen wird. In wächserner Gestalt tauchen die Schweineauf in der Liebfrauenkirche in Brügge, in der Martinikirche inKortrijk, in Aartrijke, wo sie an einem rautenförmigen eisernenSchild hangen, weiter in St.- Julian- Langemark, Zerkegem, Dra-nouter, Heist( an der Nordseeküste) usw.

Kaninchen kennen wir nur als Wachsopfer. Sie sind be-sonders dem hl. Cornelius, auch Schutzheiligem des Kleinviehs,aufgetragen. Wir denken dabei an Eggewaartskapelle, Oekeneund Snaaskerke. Aber man entdeckt sie auch zu Ehren des hl.Antonius des Einsiedlers in der Liebfrauenkirche in Brügge undzu Ehren der hl. Brigida von Irland in Eggewaartskapelle.

Wächsernes Geflügel haben wir aufgezeichnet in denCorneliusstätten in Lichtervelde( St. Vinzenzkloster) und Oekene,

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