Jahrgang 
60 (1957) / N.S. 11
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phem( 29), Wassermann( 30 ff.). Drachen( 39 ff). Raub der Schlangen-krone( 42), Hexen( 43 ff.), Hufbeschlag( 45), Freischütz( 48 f.). Schatzsagen( 51 f.), Waschtabu( 66), Teufelssagen( 67 ff.), Ernte als Lohn( 76), Tier-weisung für Kapellenbau( 79). Räubergeschichten( 83 ff.). Räuber-bräutigam( 87). Fleisch aus dem Leib schneiden( 88). Christus u. Petrus( 91). Manche Züge weisen eindeutig nach dem slawischen Raum( z. B. dergespenstige Barbier[ Nr. 5], oder die Tödin'. der Tod als weibliche Ge-stalt Nr. 10, 16, 100]).

Im Vorwort berichtet Leopold Schmidt als der Herausgeber der Ver-öffentlichungsreihe eingehend über die österreichischen Arbeiten im geo-graphischen Raum des alten Österreich und über die wissenschaftlichenBeziehungen der modernen österreichischen Volkskunde zu den Parallel-bestrebungen in den jungen Nachbarländern. Im Dienste dieser weit-gesteckten Arbeitsziele leistet die vorliegende Sammlung einen wesent-lichen Beitrag.Lutz Röhrich.

Franz Lipp. Volkskunst und Handwerk der Gegenwart in Österreich.80 Seiten, mit 27 Textabbildungen und 24 Tafeln. Wien 1957. Öster-reichischer Bundesverlag.

Knapp nach dem zweiten Weltkrieg veranlaßte ich bei der Neu-aufstellung der Möbelstuben unseres Museums die Herstellung einerSerie von Bildkarten über Volkskunst und Hausgewerbe in den ein-zelnen Bundesländern durch den Maler Robert Beck. Die Karten. alszarte Aquarelle hergestellt, bewährten sich schr, sie dienen heute nochals die besten Führungsmittel für den Beschauer, der sich die räumlicheHerkunft der Museumsobjekte, ihre Bindung dem Ursprung nach. er-fahrungsgemäß am wenigsten vorstellen kann, und der noch dazu nichtlesen, sondern nur schauen will. Daß er nicht lesen will, ergab sichu. a. auch daraus, daß ich zu den Bildkarten auch Texthefte herstellenließ. die Serie Volkskunst und Hausgewerbe von 1500 bis 1900" vonErnst Kremeier, Hefte in den Jahren 1946/48, nur vervielfältigt her-gestellt und an der Museumskassa erhältlich: Die Hefte werden nurwenig gekauft, den Besuchern genügte der orientierende Blick auf dieKarten.

Die Hefte waren jedoch aus unserem Museumsmaterial, mit Heran-ziehung aller damals verfügbaren Literatur gewissenhaft gemacht. Sieführten in mancher Hinsicht das weiter, was die großen Ausstellungenzur Zeit der Gründung unseres Museums eingeleitet hatten. Die ganzeErforschung der Volkskunst und des Hausgewerbes in der alten Mon-archie ging ja auf die Gewerbeförderungsbestrebungen Wilhelm Exnerszurück, dessen Ausstellungsbericht von 1890 klassisch geworden ist. Dietheoretische Begründung durch Alois Riegl( 1894) ist ohne Exner ebensowenig denkbar wie die praktische Sammlungsaufnahme durch MichaelHaberlandt. Damals, vor fast 70 Jahren, hat also all das angefangen.was sich dann zur österreichischen Volkskunstforschung entwickeln sollte,und zunächst im Wiener Museum, dann auch in den anderen in Innsbruckund Graz, in Salzburg. Linz und Klagenfurt, schließlich in Bregenz undEisenstadi, seinen sammlungsmäßigen Niederschlag fand.

Von dieser Basis Exner- Riegl- Haberlandt ist aber auch ein guterTeil der Bestrebungen der Gewerbeförderung weiterhin ausgegangenund später zur Heimatwerk- Bewegung" umgeformt geworden. Was in

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