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60 (1957) / N.S. 11
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Wälder: Hamburg). Das Hochtal Avers mit der höchstgelegenen Gemeinde in Europa"( Studio Zürich), Die Boote kehren nicht zurück( Hörbild aus Irland: Bayer. Rundfunk) usw. waren die Beispiele.

Radio Österreich war mit dem Tonband Bild einer kleinen Stadt"( Krems) von Professor A. Reischek vertreten. Da sich an eine Sendungüber ostdeutsches Liedgut eine heftige Diskussion für und wider dasRecht der Bearbeitung von Volksliedweisen( die Funkleute sagenVolkslied mit make up") anschloß, durfte außer Programm nochmalsÖsterreich mit einer nur vorsichtig kommentierten und keineswegs be-arbeiteten Szenenreihe aus dem Hirtenspiel von Steirisch Laßnitz( Dünninger- Kiesselbach- Kretzenbacher) zu Worte kommen. Der grund-sätzlichen Frage nach Soll, Art und Weise der Bearbeitung vun( ins-besondere musikalischen) Volksüberlieferungen im Funk soll die nächsteTagung Volkskunde und Rundfunk 1957. voraussichtlich in Köln, ge-widmet sein.Leopold Kreizenbacher

Die Volkskunde auf dem 4. Österreichischen Historikertag

Seit der Gründung des Verbandes Österreichischer Geschichts-vereine ist die Volkskunde mit einer eigenen Sektion an dieser großenZusammenarbeit beteiligt. Für den 4. Österreichischen Historikertag.der vom 17. bis zum 22. September 1956 in Klagenfurt stattfand, wurdedie Sektion 6, Historische Volks- und Völkerkunde, ganz unter dasThema Bäuerliche Arbeitsgeräte- Forschung" gestellt.wodurch eine beachtliche Zahl von Möglichkeiten der Sammlung undForschung auf diesem Spezialgebiet gegeben war. Die Tagung fand imwesentlichen in den schönen Räumen des Klagenfurter Konzerthausesstatt. Empfänge der Stadt Klagenfurt und der Kärntner Landesregie-rung sowie eine festliche Theatervorstellung. Museumsbesuche und Ex-kursionen umrahmten die Reihen der Vorträge und Diskussionen.Geschichtsverein und Landesmuseum für Kärnten boten unter der vor-sorglichen Leitung von Hofrat Dir. Dr. Gotbert Moro alles auf, umden Teilnehmern die Arbeit so angenehm und ersprießlich wie nurmöglich zu machen. Reiche Veröffentlichungsgaben machten mit dergewaltigen publizistischen Tätigkeit der wissenschaftlichen InstitutionenKärntens bekannt, wobei ganz besonders auf die drei mächtigen Bändeder Carinthia I" hinzuweisen ist( 146-3/ 4, 147-1/ 2 und 34). In er-staunlicher Großzügigkeit ist das erste dieser Hefte den nichtkärntne-rischen Beiträgen eingeräumt, die beiden anderen bringen die histori-schen und volkskundlichen Arbeiten, die sich mit Kärnten beschäftigen,wobei im besonderen das Heft 3/4 des Jahrganges 147( 1957) Arbeitenvon Oswin Moro Leopold Schmidt, Leopold Kretzenbacher, ThomasTiefenbacher, Oskar Moser, Ernst Burgstaller. Franz Koschier, MatthiasMaierbrugger und Karl Liebleitner darbietet.

Unter solchen Voraussetzungen ging also die gedeihliche Arbeitvonstatten. Von den öffentlichen Veranstaltungen soll hier besondersder Vortrag von Rudolf Egger über die neuen Ausgrabungen auf demMagdalensberg, ferner der Lichtbildervortrag von Giuseppe Mar-chetti( Präsident des Museo Civico e Galleria d'Arte AnticaModerna in Udine) über die Holzplastik von Friaul und deren Be-ziehungen zu den benachbarten Alpenländern Österreichs erwähntwerden sowie der Schlußvortrag von Eberhard Kranzmayer Histo-risch wichtige Ergebnisse aus der Ortsnamenforschung zur Besiedlungs-

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