Jahrgang 
59 (1956) / N.S. 10
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Fra Nationalmuseets Arbejdsmark. 120 Seiten mit vielen Abb.Kopenhagen 1954, Nationalmuseets Publikationsfond.

Der schlanke großformatige Band enthält wertvolle Arbeitsberichteder verschiedenen Abteilungen des Dänischen Nationalmuseums. Ausder Arbeit der III. Abteilung, des Dänischen Volkskundemuseums, muß.ein Beitrag besonders hervorgehoben werden, da man ihn hier kaumvermutet: Holger Rasmussen, Landsbyliv i Calabrien.( S. 15-26, mit19 Abbildungen). Dieser kleine Beitrag zur Arbeits- und Gerätekundedes unteritalienischen Bauern verdient auch neben Scheuermeiers,, Bauernwerk volle Beachtung. Von den dänischen Beiträgen ist beson-ders wichtig: Ester Andersen und K. Roland Hansen, Kommandorgardenpa Romö( S. 49-63). Die zahlreichen guten Abbildungen geben einenguten Einblick in die Welt der dänischen Möbelmalerei des 18. Jahr-hunderts, ein Gebiet, das ja jetzt durch das große Werk von AxelSteensberg, Danske Bondemöbler. Kopenhagen 1949, sehr schön er-schlossen ist.Leopold Schmidt.

Leza Uffer. Die Märchen des Barba Plasch. Illustriert von CorinnaSteinrisser. 160 Seiten, mit 20 Strichzeichnungen und einer Farbtafel.Zürich 1955, Atlantis- Verlag. sfr. 9,80.

Leza Uffer hat vor 10 Jahren einen schönen Band RätoromanischeMärchen und ihre Erzähler( Schriften der Schweizerischen Gesell-schaft für Volkskunde, Bd. 29) erscheinen lassen, der neugesammelte Mär-chen aus dem rätoromanischen Gebiet der Schweiz in der Ursprache undin deutscher Übersetzung brachte. Schon damals war deutlich zu sehen,daß es sich vielfach um junge Märchen, um Nacherzählungen Grimm-scher Fassungen handelt. Am interessantesten waren die Mitteilungen.Uffers über seine Erzähler, unter denen auch Plasch spegnas ausTinizun vertreten war, den die Kinder Barba Plasch"," den OnkelPlasch nannten. Er war ein armer Schuster, aber der Sohn eines be-deutenden Märchenerzählers, Pol Gisep, der hundert Märchen gekonnthaben soll. Barba Plasch erzählte immerhin noch einen Teil davon,aber in etwas willkürlicher Motivanordnung und zum Teil mit starkörtlicher und persönlicher Umgestaltung. Uffer hat auch diese individu-ellen Motivverbindungen aufgenommen, sogar die Geschichte von derKönigstochter und den hungrigen Zwergen, an der weniger auffällt,daß sie ein ,, Schwan kleb an"-Märchen ist, als daß die Zwerge im Flug-zeug nach Rom transportiert werden. Das sind also so individuell-ironische Spätformen, die man gern einmal kennenlernt, besonderswenn sie so hübsch dargeboten werden wie hier. Die Zeichnungenmögen ja nicht nach jedermanns Geschmack, sein.

Leopold Schmidt.Rudolf Henggeler, Die kirchlichen Bruderschaften und Zünfteder Innerschweiz. 285 Seiten. Einsiedeln, Verlag J. u. K. Eberle( 1955).Die historisch- religiöse Volkskunde der Schweiz hat in den letztenJahren einen entschiedenen Fortschritt zu verzeichnen. Es konnte hierbereits öfter darauf aufmerksam gemacht werden, welchen_bedeuten-den Anteil daran der gelehrte Stiftsarchivar von Einsiedeln, P. Hengge-ler O. S. B. hat. Sein neuestes Werk, Geschichte und Verzeichnis derinnerschweizerischen Bruderschaften, ist uns besonders willkommen,die dauernd noch im Zunehmen begriffene Bruderschaftsforschung wird

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