Jahrgang 
59 (1956) / N.S. 10
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sechsundzwanzig Bände Zeitschrift und Serienpublikationen er-schienen, das ist bei weitem mehr als jemals vorher in einemJahrzehnt von einem Mittelpunkt aus für unsere Volkskundegeschaffen werden konnte.

Der Verein für Volkskunde in Wien, der als organisatorischesZentrum hinter dieser ganzen Publizistik steht, kann also mit denVeröffentlichungen dieses Jahrzehnts, des sechsten Jahrzehntesseines Bestehens, wohl zufrieden sein. Wenn zur Feier des sech-zigjährigen Bestandes des Vereines heuer eine eigene Sonder-schrift erscheint, schließt sie eine würdige Serie ab, und wirwollen hoffen, daß sie nicht weniger würdige im nächsten, imsiebenten Jahrzehnt des Vereinslebens einleitet. Jedenfalls stehtsie auch an einem neuerlichen Wendepunkt im Erscheinungslebenunserer Zeitschrift. Die Zeitschrift, die in den letzten neun Jahrenvom Österreichischen Bundesverlag getragen wurde, erscheint im10. Jahrgang der Neuen Serie wieder selbständig, im Selbstverlagdes Vereines. Das war bei den beiden ersten Serien der Zeit-schrift auch viele Jahre lang der Fall. Wer die wissenschaftlicheund die materielle Sorge um die Zeitschrift trägt, der kannschließlich auch noch die verlegerische dafür übernehmen. Wirdanken dem Bundesverlag für die guten Dienste, die er in denersten Jahren dieses letzten Jahrzehntes für die Zeitschrift ge-leistet hat, und wollen über alles andere nicht mehr sprechen.

Bei dieser Gelegenheit der Verlagsänderung sollen einigekleine Änderungen im inneren Aufbau der Zeitschrift vorgenom-men werden. Um die lebendige Sammlungs- und Forschungsarbeitzu betonen, soll eine eigene Spalte für das Archiv der öster-reichischen Volkskunde eingerichtet werden. Nachrichten überdas planmäßige Sammeln, das von hier aus organisiert wird,werden sowohl den Sammlern wie den überschauenden Forschernzugute kommen. Wir haben in den letzten Jahren in steigendemAusmaß versucht, die Leistungen der Museen, ihre Ausstellungen,Kataloge usw. zu berücksichtigen. Es gibt keine andere Überschauüber diese meist rasch vergehenden und vergessenen Leistungenals die Nachrichten in unserer Chronik der Volkskunde", und.daher soll auch diese Spalte nach Tunlichkeit noch ausgebautwerden, wobei wir um die tätige Mitarbeit aller bitten, die hierbeitragen können. Nur dann kann ja ein Überblick zustandekommen, der späterhin einmal als getreues Spiegelbild des Schaf-fens unserer Zeit wird gelten können. Das gleiche gilt für unserestets besonders liebevoll betreute Spalte Literatur der Volks-kunde". Auch diese soll eine gewisse Erneuerung dadurch er-fahren, daß nun nicht mehr nur Besprechungen aufgenommen

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