Jahrgang 
58 (1955) / N.S. 9
Einzelbild herunterladen
 

1953, S. 621-632, Leopold Schmidt, Die Linzer Stadtvolkskunde imRahmen der Stadtvolkskunde Österreichs.

Aus dem Gebiet der volksmäßigen Gesellschaft schöpfteneinige weitere Abhandlungen:

1949, S. 149-178, Ernst Neweklowsky, Die Linzer Schiffmeister-zunft.

1950, S. 227-253, Ernst Neweklowsky, Die Schiffmeister von Linz.1952, S. 261–296, Georg Grill, Die Linzer Handwerkszünfte im Jahre1655. Ein Beitrag zur Geschichte der Entstehung derallgemeinen Handwerksordnung.

1953, S. 509-513, Harry Kühnel, Die Zechenordnung der LinzerKürschner aus dem Jahre 1460.

Für die Siedlungsforschung bleibt bedeutsam:

1949, S. 306-340, Franz Brosch, Flurnamen sprechen.

Die Sach volkskunde kommt erst in letzter Zeit etwas zurGeltung:

1954, S. 133–155, Friedrich Schober, Die Linzer Hafner. Ein Beitragzur Linzer Gewerbegeschichte.

Die Arbeitskunde hat einen besonders bemerkenswerten Bei-trag gestellt:

1954, S. 581-662, Helene

Grünn,

Volkskundliches

gewerbe um Linz( mit 15 Abb.).

vom Wäscher-

Aus dem Gebiet der geistigen Volkskunde ist zunächsteine Arbeit aus dem Bereich der Volkserzählung zu nennen:1950, S. 209–226, Helmuth Huemer, Linz und Urfahr als Druckortevon Volksbüchern.

Verhältnismäßig viel ist auf dem Gebiete des Volksliedes ge-arbeitet worden:

1951, S. 82–127, Leopold Schmidt, Linzer Flugblattlieder des 17.und 18. Jahrhunderts.1952, S. 69-108, Karl M. Klier, Die weltlichen Lied- Flugblattdruckevon Philipp Krausslich in Urfahr- Linz( 1861-1892).1954, S. 553-580, Karl M. Klier, Linz im Liede. Volks- und volkstüm-liche Lieder aus zwei Jahrhunderten.

Zum volkstümlichen Kinderspiel hat schließlich auch noch eineArbeit beigetragen:1949, S. 341-362, Hans Commenda, Das Spielgut der Linzer Kinder.Man sieht, das Jahrbuch steht wirklich allen Themen der Volks-kunde offen. Es bringt aber erfreulicherweise auch Beiträge der ver-schiedensten Forscherpersönlichkeiten. Es sind sowohl die bewährtenVertreter älterer Generationen zu Wort gekommen, wie jüngere For-scher, die zum Teil auch schon neue Gebiete herangebracht haben. Dassind Vorzüge, deren sich nicht so bald ein anderes Publikationsorgandieser Art wird rühmen können.Leopold Schmidt.

Franz Lipp Das Ischler Krippenspiel( 1654-1954). Ischler Heimat-verein, Ischl 1954, 24 Seiten; Festschrift.

Das Land Oberösterreich galt bisher in der volkskundlichen Lite-ratur als relativ arm an Überlieferungen der Volksdichtung, insbesondere des brauchtümlichen Volksschauspiels. Hier hat es wirklich gegen-über seinen Nachbarn Steiermark, Salzburg und Niederösterreich wenig

165