Jahrgang 
58 (1955) / N.S. 9
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gorsety krakowskie, P. Szt. L., V/ 1-2, S. 37-42) und von Zofia Czasz-nicka( Zdobione gorsety ludowe, P. Szt. L., VII/ 3, S. 159-164), undHauben der Großpolen von Wieslawa Cichowicz( Wielkopolskie czepkioczepinow, P. Szt. L., V/ 6, S. 177-179), der Kurpen von Maria Zywirska( Tiulowe czepce_kurpiowskie, P. Szt. L., II/ 9-10, S. 44--53) und derKaschuben von Eugeniusz Frankowski( Zlotoglowie kaszubskie, P. Szt.L., VIII/ 3, S. 148-161) behandelt. Besondere Aufmerksamkeit wird denNadelarbeiten zugewendet. So behandelt Wieslawa Cichowicz diefeine großpolnische Weißstickerei auf den Hauben( Haft wielkopolskiei czepce wielkopolskie, P. Szt. L., III/ 7-8, S. 236-240), Maria Zywirskabeschreibt die Entwicklung der kurpischen Stickerei der Puszcza Bialader letzten fünfzig Jahre( Hafty_kurpiowskie w Puszczy Bialej. P.Szt. L., II/ 2, S. 25-34), Barbara Bazielich bringt einen Aufsatz überdie schlesische Stickerei( Ludowy haft slaski, P. Szt. L., VII/ 3, S. 165bis 171) und Edyta Starek gibt eine gute Übersicht über die gestickteAuszier der Hosen im Zipser Bezirk( Parzenice spieskie, P. Szt. L.,VI/ 3, S. 175 180). Hier wäre noch auf eine uneingesehene selbständigeErscheinung von M.B. Rozycka über die Stickerei mit einer wertvollenStickerei- Bibliographie von Andrzej Ryszkiewicz zu erwähnen( Odsciegu do haftu, Lodz Biuro Wzorów i Mody Przemyslu Włókienniczego,o. J., 87 S., 8 Taf.). Einen interessanten Hinweis über den Einfluß desLeinwanddruckes auf die Volksstickerei bringt Roman Rein-fuss( Wplwy farbiarzy drukujacych płótna na ludowe hafciarstwo.P. Szt. L., II/ 11-12, S. 40-41). Eine sehr eingehende Arbeit von PiotrGreniuk befaßt sich mit den volkskundlichen Leinendrucken im süd-lichen Teil des Lubliner Bezirkes( Druki ludowe na płótnie w po-ludniowej Lubelszczyznie, P. Szt., L., III/ 9-10, S. 268-285); er gehtnicht nur auf das Ornament ein, sondern behandelt auch ausführlichdie Herstellungsmethoden, die er durch instruktive Skizzen und Bildervorführt. Hat Greniuk die Aufmerksamkeit der polnischen Volks-kundler erst auf dieses wichtige Gebiet der Volkskunst gelenkt, sounternimmt Roman Reinfuss eine gesamtpolnische Darstellung in einerselbständigen Publikation( Druki ludowe na plótnie. Warszawa, Pan-stwowa Instytut Wydawniczy, 1953, 260 S.. 16 Taf.. 1 Karte, 198 Abb.),zu der Piotr Greniuk einige wichtige Ergänzungen bringt( P. Szt. L..VIII/ 2, S. 121-123). Reinfuss versucht in seiner Arbeit, den polnischenZeugdruck in den europäischen Rahmen einzubauen. geht auf dieTechnik und das Handwerkliche ein und gibt abschließend eine müh-sam erarbeitete Ornamentanalyse und einen wertvollen Vergleich mitdem außerpolnischen Zeugdruck. Diese an sich außerordentlich wichtigeArbeit ist aber trotzdem als erster Versuch einer großen Zusammen-fassung zu werten und wird gerade durch handwerkshistorische For-schungen, wie sie Reinfuss selbst in seinen Möbelarbeiten aufgezeigthat, vertieft und ausgebaut werden müssen. An dieser Stelle sei aberzugleich dem Bedauern Ausdruck gegeben, daß die auch für die Polenwichtige Publikation des Österreichischen Museums für Volkskunde( Michael Haberlandt, Österreichische Volkskunst. Wien 1911)- aufTafel 29 z. B. sind insgesamt 19 Druckmuster der Bojken aus Lutowiskaabgebildet überhaupt nicht beachtet wird.

Wie sehr es den polnischen Volkskunstforschern auch um dieErzeugnisse der Gegenwart, beziehungsweise um die Förderung desmodernen Kunstgewerbes in Polen ist auch das städtische Kunst-gewerbe viel volkstümlicher. das heißt im Volk viel verwurzelter alsim übrigen Mitteleuropa geht, zeigen die vielen Wettbewerbs-

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