Glasbilder völlig überein 18). So kosteten 100 Stück gewöhnlicheBilder für den Hausierhandel( also en gros- Preise!) 10 bis 12 fl( für die gewöhnliche Sorte und Größe) und für die große Sorte24 fl. Im Einzelverkauf gab es außer den Bildern zu 12 und 24 krnoch besonders große zu 40 kr 19).
Die Größe der aufgefundenen Risse lassen auf folgendeBildermaße( ohne Rahmen) schließen: Die Norm scheint17/27 cm zu sein, mittlere Größen kommen mit 25/31( 26/36) cmund die größten Zeichnungen weisen 30/40 cm auf. Daneben sindaber auch noch kleine Zeichnungen mit 9/15( 10/14) cm sowieGrößen von 14/18, bzw. 15/20 cm vorhanden. Das Größenausmaßder in meiner umfangreichen Sammlung aus Sandl befindlichenGlasbildern wurde vergleichsweise mit folgenden Maßen fest-gestellt: Die kleinsten messen 13/18 bzw. 14/19, die mittlerenGrößen 20/28, 22/34, 26/37, 28/36, während die großen Bilder fastdurchwegs mit 55/45 cm gleiche Größen aufweisen. Eine teilweiseÜbereinstimmung der Maße ist daher feststellbar 19).
Die Hinterseite der Zeichnungen diente aber außer für Addi-tionsrechnungen noch für Nachrichtenvermittlung und ersetztesozusagen in vielen Fällen Briefe. So finden wir auf dem RißArch. Nr. 379:„ Wohlgeboren Herrn Hans Thumayer. Ichbiette um Nachricht wia I nun als die Annabe( Amabe? eineFarbe?) kauffen, oder ob Sie es kauffen, Ergebenst Joh. Schön-beck." Dieser Schönbeck( 1829-1910) war bis 1862 einHausierer und sodann 1863-1878 Bildermaler in Sandl 20).
Auf der Zeichnung Arch. Nr. 201 findet sich ein angefangenerBrief Bruder ich bitte" mit der Jahreszahl 1804.
Schließlich diente die leere Rückseite der Zeichnungen auchfür Zeichenübungen und ersetzte wohl ein Vormerkbuch.
Endlich ist uns auf diesen Rückseiten noch der BildermalerHumor überliefert. wie dies die Abb. 35 zeigt. Daselbst wurde„ Unser Vetter" Johann Thumayer( 1827-1907) außer-ordentlich lustig und in theatralischer Stellung karikiert. Inter-essant schon deshalb, da damit auch ein gewisses freies, weitüber handwerkliches Zeichnen hinausgehendes Kunstzeichnenunter Beweis gestellt wird.
18) Ebd. S. 26.
19) Knaipp( Sand!, S. 225) führt folgende Bildermaße und ihreBezeichnung an: Groß- Ordinari" etwa 30x40 cm, ,, Ordinari“20,5 X 31 cm, Klein- Ordinaria" 13 X 18,5 cm,„ 18er“,„ 36er"( ohneMaßangaben). 4. 9,5 X 13 cm, Judenmaass“ 18 X 26,5(?). Damit istwohl hinlänglich die Verschiedenheit der Bildermaße beleuchtet, dieeine nur teilweise Übereinstimmung und Einheitlichkeit aufweisen.20) Buchner. S. 109.
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