Jahrgang 
58 (1955) / N.S. 9
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S. 180 ff.: Eberhard Kranzma yer, Doppelnamen im KärntnerFlußsystem.

S. 372 ff.: Georg Graber, Holzstabkalender in Kärnten.

Man sieht, nicht einmal diese hier aufgezählten Beiträge lassensich in einer Rezension behandeln, ihre Aufzählung muß daher genügen.Manche haben ja inzwischen schon wieder weitergewirkt, sind bejahtoder verneint worden, haben Auszüge oder Ergänzungen erfahren, wasalles zusammen ein schöner Beweis dafür ist, daß diese Festschriftlebendige Forschung bietet. Freilich, wie sollte sie auch nicht, da ja auchder durch sie gefeierte Forscher ein Leben lang Anregungen gegebenhat, die zum Teil bis in die Themen dieser Festschrift- Beiträge nach-wirken, zum bei weitem größeren Teil aber eben den ganzen Umkreisder Archäologie befruchtet haben, die in der speziellen Ausprägung derprovinzialrömischen Altertumskunde Österreichs eine der nächstenNachbardisziplinen der österreichischen Volkskunde ist. Das wird sichnun. nach diesen wichtigen Beiträgen. vielleicht noch stärker erweisenals bisher schon.Leopold Schmidt.

Deutsche Wallfahrtsvolkskunde

In Österreich hat sich die Wallfahrtsvolkskunde in den letztenJahren bedeutend fördern lassen. Besonders durch die Arbeiten vonGustav Gugitz stehen wir heute auf diesem wichtigen Teilgebietunseres Faches recht weit vorne. Da mag es vielleicht nützlich sein, kurzUmschau zu halten, was bei unseren Nachbarn auf diesem Gebiet ge-arbeitet wird. Da wir die meisten der zu nennenden Publikationen nichtals Besprechungsexemplare erhalten haben, sondern durch Widmung,Tausch und, in der überwiegenden Mehrzahl. durch Ankauf erwerbenkonnten, geben wir keine Rezensionen, sondern nur die bibliographischeAnführung.

Die deutsche Wallfahrtsvolkskunde hat durch ihren bedeutendstenVertreter eine Überschau von europäischer Blickweite erhalten:Rudolf Kris s. unter Mitwirkung von Lenz Rettenbeck, Wall-fahrtsorte Europas. 323 Seiten, mit zahlreichen Abb. München 1950,Hornung- Verlag.

Für Deutschland sind an landschaftlich zusammen-fassenden Arbeiten besonders heranzuziehen:

Romuald Bauerreiss, Kirchengeschichte Bayerns. Bisher 5 Bde.Eos- Verlag der Erzabtei St. Ottilien, 1949-1954.

Ludwig Dorn. Die Marienwallfahrten des Allgäu. Ein Beitrag zurKirchengeschichte des Allgäu. 62 Seiten. Wangen im Allgäu, 1950.St. Josefs- Druckerei.

Torsten Gebhard. Die marianischen Gnadenbilder in Bayern.Beobachtungen zur Chronologie und Typologie( Kultur und Volk. Bei-träge zur Volkskunde aus Österreich, Bayern und der Schweiz. Wien1954, S. 93 ff.).

Westfalia Sacra. Quellen und Forschungen zur Kirchen-geschichte Westfalens. Herausgegeben von Heinrich Börsting undAlois Schröer. 2 Bde. Münster 1948-1950. Verlag Regensberg.

Als Gegenstück seien einige Arbeiten zur Schweizer Wall-fahrtsvolkskunde angeführt, die sich ja der besonderen Förderung derSchweizerischen Gesellschaft für Volkskunde erfreut:

Ernst Baumann, Die Bestandesaufnahme der Votivbilder undVotivgaben der Schweiz( Schweizerisches Archiv für Volkskunde, Bd. 47.Basel 1951, S. 17 ff.).

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