Jahrgang 
58 (1955) / N.S. 9
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Gustav Gugitz- Bibliographie. Sonderabdruck aus dem Jahrbuchder Gesellschaft für Wiener Theaterforschung 1951-1952. 16 Seiten.Wien, Verlag A. Sexl, 1954.

Ein Verzeichnis der vielen und sehr verstreut erschienenen Ar-beiten von Gugitz war längst eine Notwendigkeit. Es ist wirklicherfreulich, daß das nunmehr schon sehr bewährte Jahrbuch, dasder Wiener Theaterforschung gewidmet ist, diese Bibliographie imJahre des 80. Geburtstages des Meisters veröffentlicht. Der Sonderdruckwurde in 200 Exemplaren für die Mitglieder der Wiener Bibliophilen-Gesellschaft hergestellt. Als derzeit letzte, 326. Arbeit ist der Beitragzur Wiener Theatergeschichte des 18. Jahrhunderts Die Marionetten-spielerfamilie Hofmann verzeichnet. Wir haben aber bekanntlich in-zwischen opus 327, Eine unbekannte Quelle zum österreichischenKinderspiel aus dem 18. Jahrhundert" in dieser Zeitschrift( Bd. VIII.S. 1 ff.) und opus 328 Eine unbekannte Reiftanzaufführung im altenWien( Jahrbuch des österreichischen Volksliedwerkes. Bd. III. S. 86 ff.)veröffentlicht, und hoffen dementsprechend noch auf viele Nachträgezu dieser Bibliographia Gugitziana, die ja von einem unerschöpflichreichem Lebenswerk kündet.Leopold Schmidt.

Die Hauptschule in Stegersbach. Festschrift zur Eröffnung und Einweihung des NeubauCs. Oktober 1954.76 Seiten. Herausgegeben von der Hauptschule Stegersbach. DruckHuber und Lerner, Wien.

Der tatkräftige Leiter der Hauptschule in Stegersbach, MaxentiusEig hat diese hübsche Festschrift herausgegeben, die in der Haupt-sache von der Geschichte der alten und der neuen Schule im südlichenBurgenland berichtet. Auch die Geschicke des kleinen Schulmuseumswerden darin besprochen, das einstmals auch volkskundliche Gegen-stände enthielt. Von den weiteren Beiträgen ist besonders hervorzu-heben J. K. Homma, Zur Geschichte von Stegersbach( S. 35 ff.) undF. Scheu ham mer. Die Haustiere im Volksbrauch und Aberglaubenim südlichen Burgenland( S. 47 ff.). Unser verehrtes Mitglied. Veterinär-rat Dr. Fritz Scheuhammer, hat in mehr als drei Jahrzehnten Glaubeund Brauch um das Haustier gesammelt und berichtet nunmehr knappund schlagwortartig über seine Aufzeichnungen. Er behandelt I.: Ge-bräuche während des Kirchenjahres, I.: Stallgebräuche, IL: Fahr-gebräuche, IV.: Gebräuche bei Tierkrankheiten, V.: Das Verschreien",VL: Gebräuche und Aberglauben bei der Milch, sowie Meinungen überverschiedene Tiergruppen, und VII.: Haustiere als Wetterpropheten. Imganzen also ein sehr wichtiger Materialbeitrag zur Volkskunde des süd-lichen Burgenlandes, der auch für die angrenzende Oststeiermark vonBedeutung ist.Leopold Schmidt.

Jahrbuch des Musealvereines Wels, 212 Seiten. Wels 1954, Kommis-sionsverlag bei Verlag Welsermühl.

1937 ist der letzte Band des Jahrbuches des Welser Musealvereineserschienen. Und jetzt nach so langer Pause. in der sich auch im WelserMusealwesen selbst so manches geändert hat. konnte endlich wiederein Band vorgelegt werden, der entschieden für die derzeit in Welsgeleistete heimatkundliche Arbeit spricht. Neben den archäologischenund historischen Abhandlungen stehen auch einige, die zur Volkskundeherübertendieren. Besonders bemerkenswert ist die Arbeit Die St.Nicolaj- Zeche und Bruderschaft der bürgerlichen Flösser und Holz-händler zu Wels" von Hubert Marschall, der auf diese Weise am

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