lich beschreibt Zofia Kurkowa einen Haustypus mit giebelseitigem Ein-gang aus dem Sandez- Gebiet( Waskofrontowe chalupy w Sadeczyznie,P. Szt. L., IV/ 7-12, S. 126-128) und ergänzt damit eine Arbeit von Se-weryn Udziela aus dem Jahre 1904( Kilka słów o strojach, budowach,sprzetach i naczyniach w Sadeczyznie, Lud, X/ 1904, S. 168-192, 299-327und 423-433). Als eine gute Übersicht wäre noch das Bilderwerk über diepolnische Architektur bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts( Architekturapolska do polowy XIX wieku, Warszawa, Państ. Wydawn. Techniczne,1952, 25 S., 449 Taf.) zu erwähnen, welches von Jan Zachwatowicz inZusammenarbeit mit Zigmunt Swiechowski und Jerzy Milobedzki her-ausgegeben wurde.
Einen besonders instruktiven Überblick über das Dach im gesamt-polnischen Gebiet einschließlich der technischen Einzelheiten wie Dach-neigungswinkel, Windbretterauszier usw. mit sehr guten technischenZeichnungen und Verbreitungskarten vermittelt uns Gerard Ciolek( Dach w polskiem budownictwie wiejskim, P. Szt. L., I/ 1-2, S. 45-49:1/1, S. 12-19). Hiezu ist noch die Arbeit von Maria Zywirska über denFirst des kurpischen Hauses( Zdobienie rzezba w drewnie chaty kur-piowskiej Szczyt, P. Szt. L., III/ 3-4, S. 105-111) zu stellen.
Für den polnischen Raum charakteristisch ist auch die Bemalungder Hauswände. Roman Reinfuss gibt eine gründliche Übersichtund arbeitet eine ältere geometrische und mit Sinnbildern durchsetzteMalerei und eine bedeutend jüngere polychrome Bemalung mit Pflanzen-motiven heraus( Malowane zreby chalup wiejskich, P. Szt. L., III/ 7–8.S. 200-219): die ältere Bemalung war noch vor nicht allzulanger Zeitin der Nähe von Lowicz, Opoczno, Radom, Cracow, Bochnia und Tarnówfestzustellen, während die Lemken- Hausbemalung durch eine besondereGrundierung ausgezeichnet war. Die neuere Bemalungsart ist jedoch inder Nähe von Krakau und von Dabrowa anzutreffen. Über die ältereBemalung liegt eine weitere Arbeit über die Gegend von Rzeszów vor( Franciszek Kotula, Malowaue zreby chalup w Rzeszowskim, P. Szt. L.,V/ 1-2, S. 12-18), während über die gegenwärtige PflanzenmalereiReinfuss und Szewczyk arbeiten( Roman Reinfuss, Malowanki ścienne zChotyziów, P. Szt. L., VIII/ 1. S. 50-54; Zdzislaw Szewczyk, Konkurs namalowanki dabrowskie, P. Szt. L., II/ 11-12, S. 42-46). Als eine wert-volle Ergänzung dieser Arbeiten ist die Abhandlung von Hanna Pień-kowska über die Malereien der Holzkirche von Orawce, die vollkommenim Geiste der Renaissance ausgeführt ist( Dekoracja malarska kościoław Orawce, P. Szt. L., VII/ 6, S. 335-347) anzusprechen.
Einen beachtlichen Stand hat die Möbelforschung aufzu-weisen. Eine tiefschürfende Monographie der bemalten Möbel der Kra-kauer Umgebung bringt Roman Reinfuss. Zuerst wird der Möbelstil derWerkstatt in Moravica und der beiden Ableger in Cholerzyn undMnikow untersucht, der vollkommen isoliert dasteht und eine Hand-werkstradition der Familie Sikorski im späten 19. und im 20. Jahr-hundert darstellt( Malowane..morawickie" skrzynie krakowskie, P. Szt.L., 11/1, S. 20-29). Im Dorfe Kaszów nördlich Krakau ist seit dem Beginndes 19. Jahrhunderts eine andere Werkstatt nachzuweisen, die derFamilie Zak gehört, und die auch die Werkstätten der Nachbarschaftbeeinflußte( Skrzynie zdobione z okolic Krakowa, P. Szt. L., II/ 9-10.S. 33-43). Im dritten Teil dieser Arbeit( P. Szt. L., III/ 1-2, S. 9-25)befaßt sich Reinfuss mit den Truhen von Czernichow östlich von Krakau,die u. a. zum Unterschied der Dreifelderteilung von Kaszów eine paar-weise Anordnung der naturalistisch dargestellten Blumen auf derTruhenvorderseite aufweisen und den ältesten Typus der Krakauer
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