in Spiegel und sagt dann:„ So ein Trottl! Jetzt weckt der denNeger Glossar ::: zum Glossareintrag Neger auf und mi laßt er schlafen!" 13)
Vgl. hiezu: Une vieille chanson de nourrice nous fournit untrait( qui rapelle la plaisante aventure de la pièce du PalaisRoyal, où) un voyageur noircit avec de la figure de son com-pagnon endormi. Au matin, celui ci se reveille, court devantune glace et dit:„ Tiens! on a reveille le negre!" Et il va se re-coucher.
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Übersetzung.
Ein altes Ammenlied( Altes Ammenbuch) lieferte unseinen Streich... Ein Reisender schwärzte mit Ruf die Gestaltseines eingeschlafenen Genossen. Am Morgen läuft derjenige,welcher erwacht, vor den Spiegel und sagt:„ Halt! Man hat denNeger Glossar ::: zum Glossareintrag Neger geweckt!" Und er legt sich wieder nieder 14).
Wesselski hat auch zu diesem Schwank eine große Zahl vonParallelen beibringen können 15). Außerdem wäre noch auf dieSchwanküberlieferung der Ostjuden hinzuweisen 16). Aber dasMotiv läßt sich noch weiter zurück verfolgen.
In einer Wiener Apophthegmensammlung aus dem 3. Jahr-hundert nach Chr.. die wahrscheinlich eine Überarbeitung desPhilogelos von Philistion( Anfang des 1. Jahrhunderts nach Chr.)darstellt, kommt folgender Schwank vor:„ Ein Scholasticus, einKahlkopf und ein Barbier machen zusammen eine Reise. In einerEinöde halten sie Rast und beschließen, je einer soll vier Stundenwachen und aufs Gepäck achten, während die anderen schlafen.Der Barbier, welcher zuerst Wache halten soll, will einen Witzmachen und schert den schlafenden Scholasticus kahl. Als dannseine Zeit um ist und nun der Scholasticus die Ablösung hat, weckter ihn. Noch schlaftrunken, kraut sich dieser den Kopf, merkt,daß er kahl ist, und ruft voll Empörung: Da hat nun dieses
13) Res 1, ebendort.
14) Revue de Traditions Populaires, Bd. II, S. 297, nach Old Nurse'sBook. Bennet 1857.
15) Wesselski, Der Hodscha Nasreddin. Nr. 43, und Anmer-kung, Nr. 278 und Anmerkung, Nr. 298, ebenso. Wesselski, JohannSommers Emplastum Cornelianum( Euphorion Bd. XV, S. 15). An diesenStellen ist eine Menge von Material zu dem Thema„ Sich nicht kennen"verzeichnet, darunter auch die obenzitierte Stelle.
16) Olšvanger, Aus der Volksliteratur der Ostjuden. Basel1920. Nr. 171, und C. Schneller, Märchen und Sagen aus Wälsch-tirol. Innsbruck 1867. S. 173 ff. Ferner verweise ich auf das großeNeidhartspiel( Bibliothek des Litterarischen Vereins in Stuttgart, Bd. 28.S. 432).
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