Jahrgang 
57 (1954) / N.S. 8
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im Eichsfelde redet man auf die zweite Art. Im Anspachischensagt man futhammern 8).

Gl. f. 100 a: Schussern, mit Schussern( Schnellkäulchen)spielen, welches auf versch. Art geschieht. S. Schusser undschussern, öst. Grübeln mit Schussern, s. Grübeln, lus. puer.Sie paschen mit Sch. Mit marmelsteinernen Schussern unterhältsich ein Knab allein, er lässt den Schusser auf eine marmelnePlatte fallen u. fängt ihn mit der Hand im zurückprallen.Ärbeln sagen die Knaben zu Znaim anstatt schussern³).

Gl. f. 100 b: Schweintreiben, Das, das Sautreibenist aus dem Oesterreichischen durch Schwaben, Thüringen bis inNiedersachsen bekannt. Swinko wgosünt 10) der Winden. DieKnaben machen so viel Löcher in einer Reihe auf dem Erdboden,dass ein jeder Spieler sein Loch hat. Der Schweintreiber musssuchen den Ball, der die Sau ist, mit s. Stecken in ein Loch zubringen, welches ein jeder Besitzer u. Verwahrer des seinigen.der auch seinen Stecken darinnen hält, zu verhindern trachtet.Wenn der Sautreiber mit dem Balle schon nahegekommen ist, sogibt ihm der Nächste einen Schlag mit seinem Stecken, dass erihn wieder weit her zu treiben hat. Indessen als einer schlägt,glitscht der Sautreiber, wenn er geschwinder ist, seinen Steckenin das unbewahrte Loch des anderen u. sodann muss diesertreiben. Bringt er den Ball in ein Loch, so laufen alle davon.ausser demjenigen, dem das Loch gehört; derselbe wirft den Ballnach den Entlaufenen und suchet einen zu treffen. Der Getroffenemuss treiben, sonst bleibt es bei dem, der schon Treiber ist. ImHohenlohischen wird dieses Sp. auch getrieben, allein anstatt desBalls haben die Jungen einen Fassspund und so viel kleine Löcher

8) Böhme, a. a. O. S. 604 f.( Nr. 470): in aller Welt und in ältesterZeit bekannt; Rochholz, S. 451 f.( unter versch. Namen): Carinthia1893, S. 23 f.( Wasen stechen). Dazu noch M. Höfer, EtymologischesWörterbuch, a. a. O. III, S. 101: Schmerpecken: ein Spiel der Kinder,da man ein spitziges Stäbchen in die Erde hineinschnellet und mit einemanderen wieder hinweg zu drängen sucht. Es wird so genannt, weil manin weiches Erdreich wie in einen Schmerlaib hineinsticht. Frisch be-schreibt es fast auf die nämliche Weise unter dem Ausdruck pfunzen.Adelung aber sagt: daß bei diesem Knabenspiel ein Knittel durch einenSchlag fortgetrieben wird, welches vielleicht mit dem in Obersachsensogenannten Minkenspiel übereinkommt." Von dem letzteren ist mirnichts bekannt, außer daß es bei dem Horneck vorkommt c 48: siespielten... Mingele.

9) Zingerle, a. a. O. S. 28; Rochholz, S. 420 ff.( seit demMittelalter). Vgl. dazu M. Höfer, a. a. O. III, S. 49: rückeln bei denKindern mit kleinen Kugeln spielen, welche sie Rückel, in SalzburgSpagoner heißen. In Schwaben spricht man marbeln, weil es kleineKugeln von Marmor sind."

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10)(?). Im Text unleserlich.