Jahrgang 
54 (1951) / N.S. 5
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and Burgen, Gehöften und Klöstern. Rund um die Erde" zeigt diecharakteristischen bäuerlichen Wohnbauten besonders in Europa, aberauch in den anderen Erdteilen, wobei kaum eine wichtige Haustypeunberücksichtigt bleibt. Quer durch die Zeiten" versucht schließlicheine kleine Stilgeschichte des Wohnbaues zu geben, bis zur jüngstenGegenwart, was durch den Gegensatz der Hinterhofwohnungen des 19.und der Reihenhäuser des frühen 20. Jahrhunderts besonders starkwirkt. Eine echte Baufibel, zweifellos auch für Schul- und Bildungs-zwecke sehr geeignet.Leopold Schmidt.

Otto Völckers, Wohnraum und Hausrat. Eine Fibel. 156 Seiten.Bamberg 1949, Carl Baessler Verlag.

Eine knappe, aber ausgezeichnete Geschichte der deutschen Innen-räume und Möbel von der Urgeschichte bis zur Gegenwart. In klarerSprache, mit etwa dreihundert kleinen, aber ungemein anschaulichenZeichnungen des Verfassers, nicht nur für den Laien oder den Architek-ten, sondern durchaus für jeden Möbelvolkskundler empfehlenswert.Sicherlich fehlt das Eingehen auf die Sinngehalte der Räume- undMöbelgestalten; das liegt aber an uns, die wir noch viel zu wenig daraufhingewiesen haben.Leopold Schmidt.

Hinterglasbilder. Eingeleitet von Dieter Keller. 15 Seiten, 64 Ab-bildungen auf Tafeln. Lorch. Württemberg 1948. Aussaat- Verlags-gesellschaft.

Das Hinterglasbild findet immer wieder seine Bewunderer, unddaher neue Beschreiber und Abbilder. Hier liegt ein handliches, aus-gezeichnet ausgestattetes Bändchen vor, das vor allem durch seine8 Farbtafeln wertvoll ist. In der Bildauswahl ist erfreulicherweise nichtnur auf die verschiedenen Maltechniken, sondern auch auf seltene undbedeutsame Bildinhalte Wert gelegt worden. Die letzten 10 Abbildun-gen sind den Versuchen expressionistischer Maler gewidmet, neueHinterglasbilder zu schaffen.

Eine Sammlung alter Hinterglasbilder. Herausgegeben von der GalerieHerbert Herrmann, Stuttgart, 1948. 16 Abbildungen.

Dieter Keller hat auch den verbindenden Text zu den aus-gezeichneten Abbildungen davon 8 große Farbtafeln dieser schö-nen Sammlung geschrieben. Die Aufnahmen stammen von Helga Glaẞ-mer. Leider ist der Besitzer der Sammlung nicht angegeben.

Leopold Schmidt.Johannes Künzig, Die alemannisch- schwäbische Fasnet. 80 Seiten,mit 47 Abbildungen. Freiburg im Breisgau, 1950, Landesstelle fürVolkskunde. DM 3,-.

Die Fastnachtsbräuche der Bodenseelandschaften, vor allem inBaden und Württemberg, sind verhältnismäßig gut bekannt. HermannEris Busse hat ihnen 1957 ein sehr schönes, hervorragend illustriertesBuch( Alemannische Volksfasnacht= Heimatblätter ,, Vom Bodenseezum Main", Nr. 45) gewidmet, das in seiner Lebensfülle kaum zu über-bieten ist. Nun ist er 1947 gestorben, und Künzig, der Leiter derneugeschaffenen Freiburger Landesstelle für Volkskunde hat sicherlichrichtig gehandelt, daß er dieses so völlig persönlich geformte Werknicht neu bearbeitet, sondern ein eigenes Fastnachtsbüchlein geschriebenhat. Da außerdem darin auf die Forschungsarbeit des letzten Jahr-

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