Jahrgang 
54 (1951) / N.S. 5
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ster in Westf., Fresko in der abgebrochenen Kirche( 230/256), wahr-scheinlich im Pestjahre 1382 gestiftet, Kreuz am Halsstreifen, ein zwei-tes über dem Gürtel. Nimbus und Lilienbogen, statt des Stifters derPestheilige Antonius der Einsiedler.

Kirchheim, westlich von Nördlingen. Kirche der Zisterziense-rinnen( 215/212). Fresko im Frauenchor, Leuchter und Kelch fehlen,unter den Äbtissinnen Anna und Kunigundis von Haideck ausgeführt,die 1588, bzw. um 1400 starben. Bonn, Minoriten- Kirche( 223), Freskoum 1400, rechts die Stifterin in Ordenstracht. Isenhagen( Dorf inHannover), ehemaliges Nonnenkloster( 230/256), Fresko um 1400. Kreuz.Nimbus und Lilienbogen, breite, kurze Figur des Gekreuzigten, Leuch-ter fehlen, zwei brennende Ampeln hangen von den Kreuzarmen herab,rechts eine weibliche Stifterfigur. Marienwerder in Westpreußen.Dom( 112/128), Fresko um 1400, hat als Überschrift das cruetze vonluca" der flache Lilienbogen wölbt sich über die Kreuzarme und setztan deren Enden an, das Kreuz auf dem Gewande fehlt; rechts Stifter-figuren und leere Inschriftbänder( durch die Restaurierung offenbarstark verändert; die zwei, ein Weihrauchfaß schwingenden, Engel zubeiden Seiten des Gekreuzigten sind eine ungewohnte Zutat). Weitenin Nied.- Österr., Pfarrkirche, Glasmalerei um 1430, der blondhaarigeGekreuzigte trägt ein violettes langes herabfallendes Gewand, mit demgelben Gürtel bildet ein senkrechter Zierstreifen ein Kreuz, der Altar-tisch und alles Dazugehörige sowie die Stifterfiguren fehlen.

Denkmäler um oder nach 1450

Das Holztafelbild aus dem Kloster Säben( 213) bei Klausen inSüdtirol( gegenwärtig im Volkskunst- Museum in Innsbruck) mitder Jahreszahl 1469 zeigt in manchen Einzelheiten Übereinstim-mung mit dem Linzer Fresko. Das Kreuz auf der Brust schließtoben an den Halsstreifen, unten an den Gürtel an. Der Lilien-bogen liegt deutlich hinter den Armen und vor dem Kreuz. DieseLage fanden wir bei dem Linzer Bild auf der linken Seite ange-deutet vor. Der herabgeglittene Schuh ragt mit der Spitze überdie Kante des Altartisches hinaus. Die Leuchter fehlen.

Stein am Rhein( Schweiz) Fresko( 211/212) in der Nordkapelleder ehemaligen Kloster-, jetzt Stadtkirche( 2. Hälfte des 15. Jahrh.), wodie Herren von Hohenklingen, die Vögte des Benediktinerstiftes St.Georgen, ihre Gruft hatten. Lange, schwarze, goldverbrämte Ärmel-Tunika mit goldenem Gürtelstreifen, über diesem ein größeres Kreuzzwischen zwei kleineren; der herabgefallene Schuh überragt mit derSpitze die Kante des Altartisches; roter Nimbus, der Bogen endetbeiderseits in einen Dreipaß. Rosenheim, Fresko in der 1718 zu-gemauerten St. Wolfgangskapelle der Heiligengeist- Kirche( 214); dieseKapelle war Hauskapelle der reichen Bürgersfamilie Stier. Maihin-gen bei Nördlingen, Tafelbild( 215/215) im Schlosse der Fürsten vonÖttingen- Wallerstein, 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts, die völlig glatteschmucklose Ärmeltunika ist nicht gegürtet, Leuchter und Kelch fehlen.Düsseldorf, Lamberti- Kirche, Fresko( 251/256) über der südlichenEinganstür, 1869 abgedeckt und wieder verdeckt. Mitte des 15. Jahr-hunderts; nach Clemen geht der Volto santo- Typ schon sehr ins Weib-liche über( P. Clemen, Die gotischen Monumentalmalereien der Rhein-lande, Düsseldorf 1950, Textband 526); Lilienbogen flach über dem

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