Jahrgang 
53 (1950) / N.S. 4
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wirtschaftlichen Schulen( wie etwa der Burghausener) und fortschrittlicherHofmarkherren wäre noch nachzugehen. Auf Karl Vorherr wurde bereitsin den Bayerischen Heften für Volkskunde 1939 hingewiesen. Auch dasMitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Wiebeking, einseinerzeit bekannter Spezialist für Brückenbau usw.. hat sich in seinenPublikationen mit der Vorbildlichkeit des Bayerischen Bauernhauses be-schäftigt. Die Möglichkeiten eines Gedankenaustausches zwischen Wiebe-king und dem Freiherrn von Moll sind nicht ausgeschlossen. Ein ungedruck-tes Manuskript des Rezensenten( 1939) zur Quellenkunde der BayerischenBauernhausforschung geht auf diese Fragen näher ein. Die von Korennachgewiesene Auswirkung auf Steiermark ist außerordentlich beachtlich.Oskar Mosers Beitrag zur Geschichte und älteren Verbreitung derRauchstuben im Rosental ist methodisch sehr wichtig. Auch er dient ingeschickter Ausnutzung archivalischer und statistischer Quellen der Klä-rung des Typenwandels während des 19. Jahrhunderts.- Karl g greiftvon neuem das problematische Thema der Geschichte des Ofens und derStube auf, methodisch den beiden vorhergehenden Beiträgen entgegen-gesetzt. Er geht von systematischen Erwägungen aus und verfolgt dieauffallende Koppelung von Rauchstube und Holz-, bzw. Blockhaus, Seinvorsichtiger Versuch, den Kochofenkulturkreis nicht mehr rein ethnogra-phisch zu bestimmen, ist recht überzeugend. Er deckt sich mit anderenErkenntnissen der Hausforschung der letzten Jahre, namentlich auf demGebiet des frühgeschichtlichen Hauses.- Erika Hubatschek hat dan-kenswerter Weise ein noch viel zu wenig bearbeitetes Gebiet, das derbäuerlichen Arbeits- und Gerätekunde behandelt in einer Untersuchungüber das innere Stubaital. Das Wissen um das bäuerliche Gerät ist inbesonderem Maße dem Untergang verfallen durch die unaufhaltsame Tech-nisierung des modernen landwirtschaftlichen Betriebes. Die bäuerlicheArbeit und das dazu notwendige Gerät hat bisher jahrhunderte-. wenn nichtjahrtausendealtes Überlieferungsgut bewahrt. Das hier ausgebreitete Stu-baier Material könnte noch sprachgeschichtlich weiter untersucht werden.So erscheint die Bezeichnung Spange für die oberen Längshölzer des Hör-nerschlittens aus dem Valser- und Gschnitztal sehr bedeutsam, wenn manberücksichtigt, daß mit spanga in der lex Bajuvariorum jene Längsbalkenbezeichnet werden, die die Säulen der Längswände des Hauses mit ein-ander verbunden haben. Die Bezeichnungen Kuachn, Boadling" und,, Eblat" waren auch am oberen Lech im schwäbisch- bairischen Grenzgebietbekannt. Der Aufsatz der Verfasserin bringt uns in seinen schlichten Fest-stellungen gleichzeitig eindringlich das hohe Ethos der bäuerlichen Arbeitnahe und kann damit einen aufgeschlossenen Leser recht nachdenklichstimmen.

Josef Ringler, der erfahrene Erforscher der Tiroler Bauernmöbel,macht uns mit den Bauernmöbeln des Brandenberger Tales bekannt. DasTal selbst hatte früher keine Tischler; Brixlegg und Kramsach scheinender Ausgangspunkt für Tischler und Maler gewesen zu sein, aus derenHänden diese Möbelgruppe hervorgegangen ist. Mit diesem Beitrag rundetsich das Bild der alpenländischen Möbel; wir verweisen dabei auf dieArbeiten von Oskar Moser über das Kärntner Möbel und von ChristianRubi über die Bauernmöbel des Berner Landes. Ernst Burgstallerbefaßt sich mit einer älteren, wenn nicht einer der ältesten Schichten derBauernkunst, indem er Maskenschnitzereien an oberösterreichischen Bau-ernhäusern nachgeht. In diesen echten Zimmermannsarbeiten an den Endi-gungen der Stützhölzer unter dem Schrot( andernorts Laubenstutzen ge-nannt) vermutet er Darstellungen des alten Hausgeistes( Trakl"). Der-artige Maskenköpfe sind auch aus dem Erdinger Land( Oberbayern) nach-gewiesen. Soweit die Beiträge zur Sachvolkskunde. Bedauerlicher Weise

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