Jahrgang 
53 (1950) / N.S. 4
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beschrieben. Eher städtisch muten an: 1832 ein B., lila und weißwie gewässert" ¹) und 1844 ein B. von hellblauem Merino". Offen-bar aus östlicher Gegend stammte ein 40jähriger des Jahres 1828,der einen B. von Lammfell und an den Beinen Czismen trug.Kurze Oberkleider mit Ärmeln.

Der Janker.

Der Janka= die Jacke, erklärt Castelli 2), und Loritza: Janker,Jankerl, Jacke 3). Das sind auch die drei Bezeichnungen, die in denWiener Beschreibungen vorkommen, Janker 36mal, Jankerl14mal, Jacke 25mal. Jacke" ist im Deutschen seit 1417 nachweis-bar und aus dem französ. jacque übernommen worden 4). Jan-ker ist in der Literatur bereits 1618 nachweisbar 5). In Steiermarkheißt Janker ein locker hängender, oft ungefütterter Kurzrock ausleichten Stoffen 6).

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Nach heutigen Begriffen kann die Länge des Jankers etwa miteiner Handbreit unter der Taillemitte begrenzt werden. Die von1805 bis 1844 in Wien vorkommenden 75 Beschreibungen sind amzahlreichsten bis 1810( 23mal), dann nimmt ihre Zahl ab und sinktim letzten Jahrzehnt bis 1848 auf 7. Das für die Janker verwendeteMaterial ist vorwiegend Tuch( 48mal 64%), Manchester( 5mal)..Halinatuch( 1mal), Zeug und Zwilch( 7mal). Die Farben sind: blau( 19mal), grau( 15mal), braun( 15mal), grün( 12mal), schwarz( 2mal)und drap( Imal); einmal wird 1839 ein gemusterter Stoff genannt,ein schottischer quadrillierter Zeug. Ein Samtkragen kommt 2malvor, 1834 bei einem 40j. Stuckadorer": tuchener Janker mit sam-tenen Kragen und seidenen Knöpfen, 1836 bei einem 35 bis 40j.:ursprünglich blaue, ganz gelb geschlossene Jacke mit Wollsamt-kragen und gelbmetallenen Knöpfen. Ein dunkelbraunes pelzgefüt-tertes Jankerl trägt XII 1813 ein ca. 40j. Von Knöpfen werden solcheaus Zinn und gelbe 1815( Beisp. M 14) angeführt.

Im Frühjahr 1800 äußert sich der Eipeldauer über die jungenWiener Modeherren so:, Statt der langen Gehröck tragn sie jetztlauter kurze Jankerl, die nicht einmal' s Centrum von der hin-tern Scheibn zudecken" Vermutlich waren damit die eben auf-kommenden Spenser gemeint).

1) Gewässert": die Kette besteht aus zwei Fäden von verschiedenerFarbe, die zusammengezwirnt sind. Krünitz, Ökonom.- technolog..Encyklopädie, Bd. 106( Berlin 1807). S. 484.

2) Castelli ,. Wb., S. 174.

3) Loritza, Idiot., S. 68.

4) Kluge- Götze, Etymol. Wb., S. 265; dazu Höfer. Wb. II, S. 86.5) Schmeller- Frommann, Bayer. Wb. II, S. 1208.

6) Mautner- Geramb II, S. 316.

7) Briefe 1800. 16, S. 19 f.

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