Leuchtende Schweiz. Suisse lumineuse. Switzerland, land of light andcolour. Einleitung von Josef Reinhart. Avant- Propos von MarcJunod. Introduction von Arnold Lunn. 151 Seiten, mit 48 far-bigen Landschaftsbildern. Zürich 1940. Rascher Verlag.
Ein prachtvolles, albumartiges Bilderwerk, das die große landschaft-liche Schönheit der Schweiz in herrlichen Farbaufnahmen zeigt. Erfreu-licherweise sind die volksmäßigen Bauten dabei nicht ganz vergessen.Besonders hingewiesen sei auf S. 88, den Blick auf das Bergnest Grava-salvas, und S. 135, die Pfostenspeicher bei Saas- Fee.
Leopold Schmidt.
Hans Jenny, Alte Bündner Bauweise und Volkskunst. Das Bauernhaus.Siedlungsbilder. Bergkirchen. Bäuerliche Kleinkunst, 178 Seiten mit204 Abb. Chur 1948, Bischofberger u. Co.
Ein Beispiel eines guten Buches: 1914 ist es, als schmales Büchlein.unter demselben Titel zum ersten Mal erschienen. 1939 im jetzigen Umfangzum zweiten Mal, und nun können es die Söhne des verewigten Ver-fassers im wesentlichen unverändert wieder herausgeben, und sein Wertbestätigt sich in dieser prachtvoll ausgestatteten dritten Auflage nur aufdas eindringlichste. Das alte Hausbau- und-schmuckwesen Graubündenskommt in Jennys Zeichnungen und Aquarellen, von denen nicht wenigerals 24 farbig wiedergegeben werden, ausgezeichnet zur Geltung. DenHauptteil der Darstellung nehmen naturgemäß die Steinhäuser mit ihrerBemalung und ihrem Sgraffitoschmuck ein. Auch den Holzbauten und deneigenartigen Mischbauten von Mauer- und Blockbaukonstruktionjedoch die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt. Den Einzelformen undEinzelmotiven der Malerei und Schnitzerei gelten zahlreiche sorgfältigeZeichnungen. Möbel und Gerät sowie Metallarbeiten sind mehr anhang-weise behandelt. Das aus warmer Heimat- und Kulturverbundenheit er-wachsene schöne Buch kann nur herzlichst zur Nachahmung empfoh-len werden.Leopold Schmidt.
wird
Huter Franz, Beiträge zur Bevölkerungsgeschichte Bozensim 16. bis 18. Jahrhundert. Bozen, Athesia 1948, Großoktav,155 Seiten, 4 Tafeln und 1 Karte.
Huters Arbeit ist als ,, Bozner Jahrbuch für Geschichte. Kultur undKunst 1948 erschienen. Das„ Bozner Jahrbuch“ wurde 1927 durch dendamaligen Leiter des Bozner Stadtarchivs und Stadtmuseums, Dr. RudolfMarsoner( † 1928), und dessen Mitarbeiter und Nachfolger, Dr. K. M.Mayr, zum erstenmal aufgelegt und zählt bisher 7 Bände und 8 Beihefte.Es wurde rasch die Heimstätte größerer wissenschaftlicher Arbeiten zurGeschichte und Kultur Bozens und Südtirols und förderte etliche bevölke-rungs- und familiengeschichtliche Ausgangswerke wie das Bozner Bür-gerbuch von 1551-1806 und dessen Ergänzungen von 1489-1810,das gleichfalls zur Ergänzung dienende Ratsprotokoll von 1469 und dasBozner Geschlechterbuch. 100 Stammfolgen aus dem Jahre 1770, nebenkultur- und frühgeschichtlichen Forschungen zutage. Das noch von KarlKlaar vor dem ersten Weltkrieg geordnete Bozner Stadtarchiv wurdedadurch ethnographisch mit einer bis ins Einzelne gehenden Hingabe, wiesie eben nur ein harter Selbsterhaltungskampf aufbringt, festgelegt. Zu-gleich fand der Bestand wieder manche Ergänzung, die z. B. auch derVolksschauspielforschung zugute kommt.
Der Innsbrucker Universitätsprofessor Franz Huter. ein gebürtigerBozner, hatte schon in der Einleitung zum gedruckten Bozner Bürgerbuchauf die Bedeutung der veröffentlichten Bürger- und Inwohnerlisten als besteAussage über die Herkunft der Bozner Bevölkerung und für die Bevölke-
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