Spielmusik fürs Landvolk. Neue Folge, herausgegeben von Raimund Zo-der. 1. Heft. Volkstänze aus Niederösterreich für Blasmusik. 16 Stim-men. 3. Heft. Volkstänze aus dem Burgenlande für Blasmusik. 16 Stim-men. Wien 1946/47, Österreichischer Bundesverlag.
Die von Zoder vor Jahren begonnene kleine Ausgabe von Volksmusikfür den praktischen Gebrauch hat hier ihre verbesserte Fortsetzung ge-funden. Jedes Bundesland soll die dort aufgezeichneten Volksweisen, vorallem Tänze und Aufzüge, nunmehr in einer Form veröffentlicht bekommen,die gerade für die ländlichen Blechorchester spielbar ist, mit Bedacht-nahme auf die Spielweise der ländlichen Musiker. Dafür wurde die Be-setzung zu 2 Klarinetten, 2 Flügelhörnern, Baßflügelhorn, Euphonium,2 Hörner, 3 Trompeten, 3 Posaunen und 2 Bässe gewählt. Das nieder-österreichische Heft enthält: Jägermarsch, Neubayerischer, Siebenschritt,Deutscher Umgang, Paschader Flugsummi, Neudeutscher, ReidlingerSchottisch, Fürzwängerisch. Das Burgenlandheft bringt: Aufzug aus Don-nerskirchen, Pöttschinger Jägermarsch, Schwefelhölzel, Kroatisch- Schot-tisch, Stötterer Pascher, Landseer Neubayerischer, Strohschneider, Nickels-dorfer Schottisch und einen Walzer zur Damenwahl vom Tschantschen-dorfer Berg.Schdt.
Arthur Drechsler und Otto Szlavik, Ländliche Möbel. Mit einemGeleitwort von Viktor von Geramb. 20 Vorlagen auf 13 doppelt ge-falteten Blättern in Mappe. Graz 1947, Verlag Jos. A. Kienreich. S 14.70..Während es für die Trachtenpflege, für die Ausübung der Volksmusikund verschiedene andere Zweige der sogenannten„ angewandten Volks-kunde sehr viele Anleitungen und Vorbilder gibt, ist das dankbare Gebiet.des volkstümlichen Möbels bisher sehr zu kurz gekommen. Die vorliegendeMappe, das Werk zweier Architekten, versucht einfache Möbelformen, zumTeil auf der Grundlage der heute üblichen bäuerlichen Einrichtungsgegen-stände, werkgerecht für den Tischler darzustellen. Die Formen sind tun-lichst schlicht gehalten, sollen aber besonders durch den ständigen Hinweisauf die Konstruktion mit Fries und Füllung zur bedachtsamen und dauer-haften Arbeit anregen. Die Anregung, welche auch die auf der Mappen-deckelinnenseite angebrachte Anleitung für die Bearbeitung" bringt, ent-sprechen den Grundsätzen des von der Jugendbewegung angeregten Hei-matschutzes: klare Formen, Materialgerechtigkeit, Abneigung gegen denAnstrich, Vorliebe für das Beizen, Verwendung handgeschmiedeter Be-schläge usw. Bei dem immerhin im Formalen versuchten Anschluß anältere heimische Möbelstücke fällt auf, daß die Truhe( Blatt 11) keinenSockel aufweist, und der Tisch mit den schräg nach außen gestelltenBeinen( Blatt 10) keine Vergelts- Gott- Leiste. Eine begrüßenswerte Weiter-bildung aus dem Wiener Biedermeier ist die Wäschekommode( Blatt 7),ein Ladenkasten mit fünf Laden; die älteren Stücke haben oft noch eineoder zwei mehr, und sind damit praktisch gewesen und geblieben.- Allesin allem ein begrüßenswerter Versuch, wenn auch noch von der spartani-schen Einfachheit der Notzeit und deshalb wohl und hoffentlich bald er-neuerungsbedürftig.Schdt.
Die Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde. Festschrift zum fünfzig-jährigen Bestehen der Gesellschaft.(= Schweizerisches Archiv fürVolkskunde, 43. Band.) Basel 1946, G. Krebs Verlagsbuchhandlung AG.670 Seiten.
Etwas verspätet erreicht uns die Nachricht, daß die SchweizerischeGesellschaft für Volkskunde 1946 ihr fünfzigjähriges Bestandsjubiläum
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