Jahrgang 
50 (1947) / N.S. 1
Seite
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1) Scharfen, auffallenden Blick.

2) Hoch daran, auf ihre alte Knappenherrlichkeit etwas eingebildet.Mücken.

4) Nach den Vulgärlateinischen und Italienischen merenda=Nachmittagsimbiẞ. Der Ausdruck kommt schon in spätmittelalterlichenUrkunden und Weistümern Tirols vor.

5) Ungerne.

6) Baumspecht.

7) Der Klausenbauer riecht einen Fuchsen aus der Baumhöhle heraus.8) Gerade recht.

9)( Der Mühe) wert.

10) Gerehrt, geweint.

11) Der Faktor der Gewerke aus der Bergbauzeit, hier als der Über-gescheite von den Bauern verspottet.

12) Träumen.

13) Schlieter, Muff für seine Angebetete.

14) Es ist ihm besser bekommen.

15) Den Bauern; vgl. die Verbindung Gugan= Urgroßvater undGugandl= Urgroßmutter.

16) Muß auch eine abbekommen.

17) Das Feder auf dem Hut ist das Zeichen des Hagmairs.

18) Wort- und Lautspiel wie Pitsch- Patsch, oder Schlingel- Schlangel,bedeutet einen schmutzigen Menschen nach Schlatz==== Schleim, Schmutz.19) Leiter.

20) Schmatz= Kuẞ.

21) Vgl. F. F. Kohl und J. Reiter, Echte Tiroler Lieder, Bd. I. Nr. 206;R. Greinz, Schnadahüpfeln aus Tirol, S. 54.

22) Greinz, S. 30, 31, 38, 123, 135.

23) Greinz, S. 12, 58.

24) Kohl II S. 217.

25) Kohl I Nr. 39.

26) Kohl Nr. 119; Greinz und Kapferer, Tiroler Volkslieder I S. 12 ff.27) Felswand.

28) Vorgesungen von Ludwig Oberhollenzer- Hilgner, 60 Jahre alt, inAhornach, aufgezeichnet von Prof. Karl Horak( Schwaz).

29) Linnen.

30) Lehm, Lehmofen.

31) Die Samstagnacht ist die wichtigste im Liebesleben und in denLiebesgedichten des rein bajuwarischen Anteils Tirols und seiner nörd-lichen und östlichen Nachbargebiete. Der erste Vers ist darin zur stehen-den Form geworden. Ob diesen Versen das alte Gebet der Goldenen Sams-tage entgegengestellt wurde, das mit folgenden Worten beginnt:

,, Heunt ist die heilige Samstagnacht,

Wo unsere liebe Frau im Tempel wacht..."?

Die Goldenen Samstage werden noch heute in tirolischen Wallfahrtsorten,wie St. Georgenberg, Maria Waldrast und Maria Weißenstein, nach demMichaelstag( 29. September) als dem Allerseelengedenken zugekehrtevolksliturgische Nachtkulte abgehalten. Ihre Entstehung führte man bishermeist legendär mit einer nächtlichen Vision Kaiser Ferdinands III. zu-sammen. Ihre Anfänge dürften jedoch weit ins Mittelalter zurückreichenund mit Klosterbräuchen, z. B. in Mondsee, in Verbindung gestanden sein.Auch in Tirol, besonders auf St. Georgenberg, wohin man noch immer,selbst aus dem Zillertal, an den Goldenen Samstagen pilgert, wurden siemit frühem Marienkult verknüpft und im Barock mit neuer Mystik erfüllt.

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