Jahrgang 
50 (1947) / N.S. 1
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bezeichnen, führte zu dem Entschluß, den fälligen 50. Band dergesamten Serie nunmehr als den Ersten Band einer Neuen Serieunter eben diesem Titel herauszugeben.

Der neue Titel der Zeitschrift, als Titel der neuen, gewisser-maßen dritten Serie der Gesamtpublikation, ist das äußere Zeichenfür die Gesamtwandlung, welche zu dieser Erscheinung geführt hat.Die wesentliche Grundeinstellung, die sachliche Erforschung dereuropäischen Volkskultur im humanistischen Sinn, wird in dieserdritten Folge der Zeitschrift erneut und verstärkt wiederaufgenom-men werden. Dabei wird aber die österreichische Haltung und dasBestreben, gerade dieser Publikation als bezeichnender österreichi-scher Erscheinung Geltung zu verleihen, jederzeit besonders in denVordergrund gestellt werden. Die österreichischen Länder außer-halb Wiens haben mit Recht die Titelwahl der Zweiten Folge wie-derholt bemängelt. Die Zeitschrift beruht vor allem durch ihreMitarbeiter auf einer breiteren Basis als nur auf Wien allein.Darüber hinaus aber soll sie durch ihre neue Titelgebung auch denWillen bekunden, für die österreichische Forschung auf dem Gebietder Volkskunde als repräsentativ zu gelten. Der einmütige Beschlußder Ersten österreichischen Volkskundetagung von St. Martin beiGraz im Oktober 1946, die Zeitschrift unter diesem neuen Titel alsrepräsentativ für die gesamte Volkskunde in Österreich aufzu-fassen und neben ihr auch kein zweites oder weiteres Organ zuschaffen, wie es an sich im Bereich der Möglichkeit gelegengewesen wäre, hat schließlich letzten Endes das Zustandekommendieser Dritten Folge ergeben, und es erscheint daher nur im Sinneunserer Zeit gehandelt, wenn der Verein für Volkskunde die Zeit-schrift in dieser Form wieder herausgibt.

Auch die Schriftleitung der Zeitschrift wurde unter diesenGesichtspunkten neu bestellt. An ihr nehmen künftig Vertreterder Volkskunde an den drei Universitäten des Landes teil. DasAufblühen des Faches an den Universitäten Graz und Innsbruckhatte längst auf diesen Weg gewiesen, sein Beschreiten wurdedaher im Zeichen des neuerrichteten österreichischen Staates zueiner Notwendigkeit.

Diese Formen des gemeinsamen Weges der Vertreter des Fachesals Schriftleiter der Zeitschrift, des neuen Titels als Zeichen desWillens zur Repräsentation für die volkskundliche Forschung un-seres Landes mögen die günstigen äußeren Zeichen für den Beginnder Neuen Folge unserer Zeitschrift sein. Die Tradition, welchediesen Band zum 50., also zum Jubiläumsband der ganzen Serie hatwerden lassen, sei das Unterpfand dafür, daß dieser Band alsgleichzeitig erster Band der Neuen Serie den Beginn einer neuenfruchtbringenden Ära vorstellen möge.

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