Heft 
128 (2025) 2
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132ÖZV, LXXIX/128, 2025, Heft 2geschaffenen Niederösterreichischen Literaturpreis bedacht wordenund bereits im Nationalsozialismus(und auch im Ständestaat) alsAkteur*innen in Erscheinung getreten waren. Dieser Literaturpreisund weitere Maßnahmen einer konservativen Kulturpolitik zur För-derung einesörtlich-heimatlichen Selbstbewusstseins(u. a. durchMundartdichtung) und in der Abwehrausländischer Einflussnah -men, wie sie etwa in den Besatzungsmächten imaginiert wurden,sorgten für eine lange Kontinuität der völkischen Netzwerke undderen Topoi.ObDer Herr Karl wirklich[d]er typische Österreicher aufder Kabarettbühne ist bzw. je war und ob nicht diversere Programmewie jene von Malarina, Toxische Pommes oder Der Kuseng das heu-tige Österreich besser repräsentieren, gabMario Huber(Archiv derZeitgenossen, Universität für Weiterbildung Krems) in seinem Bei-trag zu bedenken.Eine Untersuchung von vier ausgewählten Videospielen mitWeltkriegsbezug anhand von Methoden der Digital HumanitiesstellteRoman Smirnov(Ruhr-Universität Bonn) vor.Felix Köstelbauer(Zentrum für Kulturen und Technologien des Sammelns, Universitätfür Weiterbildung Krems) sprach über die Fruchtbarmachung vonForschungsbeständen des Hobby-Prähistorikers Ladislaus Kmoch(1897–1971) im Stadtmuseum Korneuburg.Lorenzo Santoro(Con-servatorio di Musica Francesco Cilea, Reggio Calabria) hielt einenVortrag überAustropop and Rural World und der KunsthistorikerWerner Telesko(Institut für die Erforschung der Habsburgermonar-chie und des Balkanraumes, ÖAW Wien) sprach überHeimat alsinnovative Kategorie ästhetischer Reflexion.Nachdem drei der im Programm angekündigten Vorträgekrankheitsbedingt ausfallen mussten, hatte sichTina Lackner(Zen-trum für Kulturen und Technologien des Sammelns, Universität fürWeiterbildung Krems) spontan bereit erklärt, den seit 1998 bestehen-den Verein Dorfblick aus St. Georgen/Eisenstadt und das von ihmseit 2015 in einem denkmalgeschützten Presshaus betriebene MuseumWeinbauarchiv vorzustellen. Grundgedanke von Verein und Museumist es, den Eigencharakter von St. Georgen als nunmehr in Eisenstadteingemeindetes Dorf und die Identität seiner Bewohner*innen trotz/wegen des Selbstverständnisses von Zuzügler*innen als Eisenstäd-ter*innen zu erhalten. Dazu wurden umfangreiche historische bzw.