Heft 
128 (2025) 2
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128ÖZV, LXXIX/128, 2025, Heft 2Geschichte des ländlichen Raumes(IGLV). Die Tagung war zugleichdie 75. Historiker*innentagung des IÖK. Die ausgezeichnete Organi-sation istBirgit Dörfl(IÖK) zu verdanken.Obwohl Anja Grebe in ihrem Eröffnungsstatement die Viel-schichtigkeit des BegriffsHeimatansprach und seine Bedeutungsän-derung seit dem Erscheinen von Grimms Wörterbuch bis hin zumheute gebrauchten PluralbegriffHeimatennannte, war diesen Grund-lagen kein eigener Vortrag innerhalb der Tagung gewidmet. Die Refe-rent*innen brachten ihre eigenen, persönlichen Heimatvorstellungenmit, auf die nicht näher eingegangen wurde. Maßgebliche Wissen-schaftler*innen, die sich mit der Vorstellung von Heimat(en) ausein-andersetzten, wie etwa Hermann Bausinger oder Ina-Maria Greverus,blieben ebenso unerwähnt wie politisch-ideologische Konnotationenund Aneignungen des Begriffs. Die im Untertitel der Tagung,DieModernität des Ruralen, vorkommenden allerdings vergleichsweiseweniger komplexen Termini wurden ebenso wenig hinterfragt. DasRurale schuf eine Klammer für viele der thematisch und qualitativsehr unterschiedlichen Vorträge.Als eine Art Keynote und vielleicht als Ersatz für eine his-torisch genaue Entwicklungsanalyse des Heimatbegriffs war wohlder Beitrag vonCord Arendes(Historisches Seminar, UniversitätHeidelberg) gedacht, der am Ende des ersten Tages als Abendvortragstattfand. Arendes dachte anhand von drei Beispielen1und einer Stu-dierendenumfrage assoziativ über rezente Verwendungen und Taug-lichkeiten(auch für die Wissenschaft) eines dynamischen, prozesshaf-tenHeimat-Begriffs nach, als Ausdruck soziokultureller und örtlicherVerbundenheit. Arendes stützte sich mit seinem Vortrag auf das lau-fende Sonderforschungsprojekt 1671 der Universität Heidelberg mitdem TitelHeimat(en), an dem er als Leiter eines von 21 Teilprojektenbeteiligt ist, nämlich des ProjektsDie Modellierung von Heimat(en)im Museum, bei dem der Schwerpunkt aufHeimat- und Stadtmuseender deutsch-französischen und deutsch-belgischen Grenzregionen seitdem ausgehenden 19. Jahrhundert liegt.1Die AusstellungDie wilden 1970er Jahreim Kurpfälzischen MuseumHeidelberg(2014); der Verein Geschichtswerkstatt im Alten Volksbadin Neckarstadt, Mannheim, sowie die AusstellungAlle Jahre wieder…Spargel in Schwetzingenim Karl-Wörn-Haus, Schwetzingen(2018).