262ÖZV, LXXVIII/127, 2024, Heft 2Otto Maria Weinzinger sowie die Firma Prinzess-Keramik betref-fend. Die Forschungen, deren Ergebnisse ich im folgenden Beitragausführe, begannen im Oktober 2021, dauerten bis Ende 2022 undwurden von der Kuratorin der SammlungKeramik, Glas und Stein, derstellvertretenden Direktorin des Volkskundemuseums Wien, ClaudiaPeschel-Wacha, begleitet.Ausgangspunkt der Forschungen waren die ehemalige Fir-menadresse der Prinzess-Keramik, ein Schwarz-Weiß-Foto einesMessestandes der Prinzess-Keramik auf der Wiener Messe im Jahr1948, eine Kopie eines Werbekatalogs der Prinzess-Keramik aus demJahr 1948 und drei Namen – Hertha Reisinger, Otto Maria Weinzin-ger und Helene Sendlhofer. Von Letzterer lag ein Arbeitszeugnis ausdem Jahr 1950 unterschrieben von Hertha Reisinger vor.5Von gro-ßem Vorteil erwies sich, dass die Objekte im Jahr 2008 bereits digi-talisiert und im Jahr 2010 in der Museumsdatenbank erfasst wordenwaren. Monatelange Feldforschung, Kontaktaufnahme mit Samm-ler*innen und Keramikexpert*innen sowie die Recherche in Archi-ven ermöglichten es, auch nicht zuletzt durch die geglückte Suchenach Nachkommen und die Kontaktaufnahme mit der Tochter vonHertha Reisinger, Näheres über die Geschichte der Prinzess-Keramiknachzuzeichnen. Damit einhergehend muss die Biografie von HerthaReisinger gesehen werden, die zahlreiche Leerstellen und Widersprü-che aufweist.Hertha Margarethe Reisinger – die Jahre 1911 bis 1947 in LinzHertha Margarethe Reisinger wurde am 20. September 1911 in derFrauenklinik Keplerstraße 47(heute Lederergasse) in Linz gebo-ren und war die eheliche Tochter von Viktor und Anna Reisinger.6Anna Reisinger(1883–1957) arbeitete im Rathaus der Stadt Linzund fertigte in ihrer Freizeit Kunstkeramiken an.7Hertha Reisinger5Diese Unterlagen sind Teil des oben erwähnten Ankaufs des EhepaarsElfriede und Paul Tamme(s. Anm.2).6Taufbuch der Stadtpfarre Linz, Jahr 1911, S. 175, Eintrag Nr. 759,https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/oberoesterreich/linz-stadtpfarre/106%252F1911/?pg=178(Zugriff: 12.2.2022).7Im Archiv der Stadt Linz befindet sich ein Personalakt zu Herthas MutterAnna Reisinger, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Beitrags
Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde127 (2024) / N.S. 78Brunn, Katja: Von Linz nach Wien und in die große weite Welt. Hertha Reisinger und die Prinzess-Keramik
Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde127 (2024) / N.S. 78Brunn, Katja: Von Linz nach Wien und in die große weite Welt. Hertha Reisinger und die Prinzess-Keramik
Aufsatz in einer Zeitschrift
Von Linz nach Wien und in die große weite Welt. Hertha Reisinger und die Prinzess-Keramik : eine Objektrecherche
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten