Jahrgang 
127 (2024) / N.S. 78
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130ÖZV, LXXVIII/127, 2024, Heft 1berichtete über die Arbeit des Vereins, der sich als Vermittlungsstelleaußerfamiliärer Hofübergabe versteht, und gab Einblicke in Lebens-lagen und Motivationen von landwirtschaftlichen Quereinsteiger:in-nen und dem Prozess des Generationenwechsels am Betrieb. UlrichSchwarz-Gräber berichtete als Agrarhistoriker und Landwirt vonwechselnden, emischen und etischen, Perspektiven auf das Landle-ben und damit assoziierten Bedeutungen und Möglichkeitsräumen.Repräsentationen und Erfahrungen des Landlebens, so zeigte dieDiskussion immer wieder auf, sind höchst ambivalent: Arbeit undMuße, Ordnung und Freiheit, Individualität und Sozialität, Selbst-verwirklichung und Beengung, Inklusion und Restriktion, Traditionund Transformation.Dasgute Leben auf dem Landerwies sich als produktiver Aus-gangspunkt für eine Auseinandersetzung mit gegenwärtigen For-schungen im und über den ländlichen Raum, der sich in den Beiträ-gen als äußerst heterogener, relationaler Raum erwies, als alltäglichpraktizierte Wirklichkeit und diskursmächtige Kategorie.Insgesamt bot der Workshop eine kritische Bestandsauf-nahme gegenwärtiger kultur- und sozialwissenschaftlicher Landfor-schungen und stieß einen intensiven Austausch außerhalb etablierter,fachinterner Vernetzungen an.thassilo hazodBericht zur Veranstaltung Land und heute: Zwei Jahrzehnte I­nstitutund Jahrbuch für Geschichte des ländlichen Raumes, Institut fürGeschichte des ländlichen Raumes und NiederösterreichischesLandesarchiv, im St. Leopoldsaal des Niederösterreichischen­Landhauses, St. Pölten, 23. bis 24. November 20231In einer zweitägigen Veranstaltung am 23. und 24. November 2023setzte sich das Institut für Geschichte des ländlichen Raumes(IGLR)1Überarbeitete(teils gekürzte, teils erweiterte) Fassung von ReinhardBodner: Tagungsbericht: Land und heute. Zwei Jahrzehnte Institut