2ÖZV, LXXVIII/127, 2024, Heft 1Volkskunde über viele Jahrzehnte prägende Persönlichkeit facetten-reich darstellt.Dieses Heft gibt im Besprechungsteil nicht nur Einblickein das weitere Fachumfeld an den Universitäten und Museen, son-dern verweist auch auf den Verein für Volkskunde und das von ihmgetragene Volkskundemuseum Wien. Beide Institutionen stehen vorgroßen Aufgaben und Veränderungen, wenn ab Herbst 2024 nuntatsächlich der Umbau des Hauses ansteht und zukunftsweisendeund derzeit besonders zu stärkende demokratische/demokratieför-dernde Zugänge und Konzepte erarbeitet und umgesetzt werden.Einen besonderen Anteil an den laufenden Vorbereitungs- wie auchKonzeptionsarbeiten hat die Planung und Umsetzung der Digitali-sierung der Bestände des Museums(Objektsammlungen, Bibliothek,Archiv), die die Grundlage für die zukünftigen Forschungs-, Darstel-lungs- und Vermittlungsvorhaben schafft. Ebendieser angestrebtenWeiterentwicklung von Digitalisierung zur Digitalität widmet sichStefanie Samida in ihrem Text zum Verhältnis von Materialität undDigitalität.Das alltagskulturelle Medium der Postkarte stößt derzeitan unterschiedlichen Standorten der Europäischen Ethnologie wie-der auf Interesse. Als Medium der Kommunikation eignen sich diedargestellten bildlichen Inhalte wie die textlichen Botschaften ganzbesonders für eine Zeitdiagnose von Konventionen über das Verhält-nis zum Anderen. Als verschickte Botschaft ist die Postkarte ganzgrundsätzlich auch ein grenzüberschreitendes Objekt. Es überwindetGrenzen ebenso wie es sie manifestiert. Gleich zwei Ausstellungs-rezensionen setzen sich im Besprechungsteil mit dem Format Post-karten auseinander.das team der özv