2. Jeder Feuerwehrkamerad, welcher das 50., 60., 70., 75., 80.,85., 90. usw. Jahr erreicht hat, wird zu einer kleinen Geburtstagsfeierim Kreise der Kameraden( in ein Gasthaus) geladen und bewirtet.
3. Anfangs August veranstaltet die Feuerwehr im Stadtpark vonScheibbs ein„ ,, Parkfest"( bei welchem Zelte und Tanzbühnen aufge-schlagen, an den Zufahrtswegen Fahnenmaste errichtet und die dreiBrücken über die Erlaf mit Girlanden bunter Glasbirnen geschmücktwerden; es fehlt auch nicht ein reichhaltiger Vergnügungspark. Wenndas Fest( Samstag und Sonntag) nicht ganz verregnet istwas schonvorgekommen ist fällt für die Feuerwehr dabei immer ein schönerReingewinn ab. Als Eintrittskarten werden rot- weiße Papierfähnchenzum Anstecken mit dem Aufdruck, Parkfest 19..' ausgegeben.
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Etwas Einmaliges muß ich noch erwähnen: Vor etwa 17 bis18 Jahren hat die Feuerwehr die Patenschaft beim sechsten Kind einesFeuerwehrmannes übernommen. Es war ein Bub, der heute selbstschon Feuerwehrmann ist. Er bekam neben einem Patengeschenk auchein Sparbuch überreicht, das bis zu seinem 18. Lebensjahr gesperrt ist.Auf dieses Sparbuch wird alljährlich vom Reingewinn des Parkfestesein Betrag von S 200,- dazugelegt. Bis zum 14. Lebensjahr des Bubenwurde alljährlich ein Kamerad zum Jahrespaten' gewählt. Diesermußte das Patenkind zu den üblichen Schenktagen( Namens- undGeburtstag, Ostern und Weihnachten) besuchen und aus eigenerTasche, gödenmäßig' beschenken. Diese Jahrespatenschaft wurde vonden Gewählten immer gerne übernommen.( Selbstverständlich wurdekein Armer dazu ausgewählt.)
Vor etwa 15 Jahren wurde der Beschluß gefaßt ich weiß nichtmehr, von wem die Anregung dazu ausgegangen ist-, daß beimBegräbnis eines Feuerwehrmannes die großen Löschgeräte vor demFriedhofstor beiderseits des Weges aufgestellt werden, jedes flankiertvon zwei Feuerwehrmännern. Sobald sich der Leichenzug dem Fried-hof nähert, werden die gelben Blinklichter der Fahrzeuge eingeschaltet.Dieser Brauch ist inzwischen schon von allen Feuerwehren des Bezir-kes übernommen worden. In Scheibbs findet die Einsegnung der Lei-chen je nach Wunsch in der Pfarr- oder Kapuzinerkirche statt. Fallsin der Pfarrkirche, führt dann der Leichenzug am Feuerwehr- Geräte-haus vorbei. War nun der Tote ein Feuerwehrmann, werden alle Toredes Gerätehauses geöffnet und das Leichenauto bleibt mit dem Totenein paar Augenblicke lang vor dem Gerätehaus stehen. Am Todestagedes Feuerwehrmannes aber wird auf dem Gerätehaus eine schwarzeFahne gehißt, die erst nach dem Begräbnis wieder eingeholt wird.
Bis zum Zweiten Weltkrieg ist die Feuerwehr geschlossen beimFronleichnamsumzug mitgegangen. Nach dem Kriege wurde davon
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