und Pürgg wäre doch gerade hier für den Autofahrer viel zu erzählen gewesen.Aber Text und Karte verstummen bei Hieflau. Da wäre also ein ganzes großesschönes Stück Steiermark zu ergänzen.Leopold Schmidt
Beiträge zur Geschichte der Kröninger Hafnerei. Der Storchenturm. Geschichts-blätter für den Landkreis um Dingolfing und Landau. Herausgegeben vonFritz Markmiller Bd. 10, Dingolfing 1975, Heft 20. 108 Seiten mit zahl-reichen Abbildungen.
Das Interesse an der alten Hafnerkeramik ist in den letzten Jahren merk-lich angewachsen. Während über die so beliebte Volksmajolika eigentlich nurmehr Bilderbücher erscheinen und Untersuchungen, die durchaus notwendigwären, eher unterlassen werden, wird auf dem Gebiet der Hafnerkeramik mitimmer erneuter Intensität gearbeitet. Bayern nimmt hier eine hervorragendeStellung ein. Die Wirkung des am 17. September 1975 verstorbenen Paul Stieberträgt Früchte.
Da es durchaus möglich erscheint, daß die Dingolfinger Geschichtsblättermit dem Obertitel„ Der Storchenturm" in volkskundlichen Kreisen nicht sehrbekannt sind, sei hier nachdrücklich auf dieses schöne Heft 20 hingewiesen. Esist, verständlicherweise, dem Andenken an Paul Stieber gewidmet, der diezur Zeit in Dingolfing stattfindende Ausstellung„ Kröninger Hafnerware" nichtmehr erleben konnte. Das Heft enthält den Katalog dieser Ausstellung( S. 73bis 106) mit 353 Nummern, von denen viele auch gut abgebildet sind. Das Heftwird eingeleitet mit dem einführenden Aufsatz von Ingolf Bauer,„ Hafner-ware aus Altbayern", der auch ein ausführliches Literaturverzeichnis bringt. Esfolgt die Zusammenstellung von Lambert Grasmann,„ Hafnerorte imBereich des Kröninger Hafnerhandwerks". Dann bringt der verdienstvolle Her-ausgeber dieser Zeitschrift, Fritz Markmiller, einen Beitrag über den,, Streit zwischen den Kröninger und Dingolfinger Hafnern 1698 bis 1708". Mansieht, hier läßt sich auch lokalhistorisch arbeiten. Ebenfalls von Mark millerstammt dann die Darstellung„ Die Hafner in der Stadt Dingolfing", dem Lam-bert Grasmann seine Mitteilung über„ Die Hafner im Markte Vilsbiburg"an die Seite stellen kann. Um auch die Hafner in den benachbarten Dörfern zurKenntnis zu bringen, berichtet Fritz Markmiller im folgenden über„ DieHafner in Baumgarten, Pischelsdorf und Teisdorf" und schließt gleich eineInventarstudie an:„ Irdenware in Teisbacher Haushalten des 18. Jahrhunderts".Man sieht, der Themenkreis wird nach allen Seiten hin ausgeschritten.
Leopold Schmidt
Ludwig Schmidt, Felszeichen, Felsbilder und sonstige Fels-bearbeitungen in der Pfalz. Herausgegeben von der Stadtver-waltung Kaiserslautern( Kulturamt) mit technischer Unterstützung der Uni-versität Kaiserslautern. Großoktav 347 Seiten. Kaiserslautern 1976.
Die Erforschung der Felszeichen ist wichtig, wird aber stets von Schwie-rigkeiten aller Art verfolgt. In Österreich haben die Forschungen von ErnstBurgstaller gezeigt, was sich an religionsgeschichtlichen und volkskundlichenErgebnissen aus den Aufzeichnungen( Abzeichnungen, Photos, Vermessungen)herausholen läßt. So manches Felsbild ist auch da noch zweifelhaft geblieben.Der Tendenz, diese Zeichnungen im Stein für sehr alt, mitunter für prähistorischzu erklären, stehen kritische Meinungen gegenüber, welche mittelalterliche undfrühneuzeitliche Formgebungen zu erkennen glauben.
Unter diesen Umständen ist es sicherlich von Nutzen, wenn neues Materialherangebracht wird. Felszeichen in der Pfalz sind seit langem bekannt, manchedavon auch seit jeher umstritten. Ludwig Schmidt hat die älteren Forschungenzielbewußt weitergeführt und ganz auf sich gestellt alles, was zu finden war, neu
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