Jahrgang 
79 (1976) / N.S. 30
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neuerlichen Wahrscheinlichkeitsaussage von der Einführung der Vierbergewall-fahrt im Spätmittelalter im Gegensatz zur älteren Hypothese einer Kontinuitätseit der Keltenzeit.

Beide Referate, an welche sich lebhafte, wenngleich zeitlich begrenzteDiskussionen mit Beiträgen seitens verschiedener Fächer anschlossen, werdenauch diesmal wieder im Bericht über den 13. Österreichischen Historikertag inKlagenfurt"( hg. vom Verband Österreichischer Geschichtsvereine) veröffentlichtwerden. Der Beitrag von Oskar Moser gelangt überdies als ausführlicheUntersuchung zum Druck in, Carinthia I. Zeitschrift für geschichtliche Landes-kunde von Kärnten", Bd. 166, 1976.

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die Sek-

Öffentliche Vorträge, zahlreiche Referate in anderen Sektionentionen 3,, Landes- und Siedlungskunde", 4 Wirtschafts- und Sozialgeschichte",5,, Rechtsgeschichte", 11 Arbeitsgemeinschaft der Museumsbeamten und Denk-malpfleger Österreichs"( mit dem Referat von Karl Eisner Das volkskund-liche Freilichtmuseum Maria Saal") waren für die Volkskunde von besonderemBelang, Besuche des Landesmuseums für Kärnten und des neueingerichtetenDiözesanmuseums in Klagenfurt und gesellschaftliche Zusammenkünfte bildetenden Rahmen für zahlreiche fachliche und persönliche Begegnungen, welche nichtzuletzt ein Gewinn solcher Großveranstaltungen, wie es der 13. ÖsterreichischeHistorikertag in Klagenfurt mit seinen ca. 800 Teilnehmern war.

Eigens zu vermerken ist es, daß die Sektionsveranstaltung HistorischeVolks- und Völkerkunde" auf dem 13. Österreichischen Historikertag Anlaß füreine gemeinsame Einladung des Vereines für Volkskunde in Wien und der Öster-reichischen Fachverbandes für Volkskunde( Vorsitzender Prof. Oskar Moser)war, der von den Fachkollegen erfreulich zahlreich Folge geleistet wurde. DieMöglichkeit für eine in Zukunft verstärkte Präsenz der österreichischen Volks-kunde auf den allgemeinen Historikertagen ist gegeben.

Klaus Beitl

Hauptschuldirektor i. R. Professor Franz Schunko+

Am 21. April 1976 starb plötzlich und völlig unerwartet, erst im 62. Lebens-jahr stehend, Hauptschuldirektor i. R. Professor Franz Schunko, der viele Jahreals Leiter des Archives und des ehemaligen Arbeitsausschusses für Niederöster-reich und Wien des Österreichischen Volksliedwerkes hervorragend tätig gewesenist. Durch Erforschung, Sammlung, Archivierung und Pflege des österreichischenVolksliedgutes, vor allem des niederösterreichischen und Wiener Anteiles, erwarbsich Professor Schunko um das Volksliedwesen in Österreich große Verdienste.Das von ihm geleitete Volksliedarchiv für Niederösterreich und Wien kann alsvorbildlich bezeichnet werden. An den Arbeiten zur Neustrukturierung des Volks-liedwerkes nahm Schunko regen Anteil und blieb auch nach Umbildung des ehe-maligen Landesausschusses für Niederösterreich und Wien zu organisatorischgetrennten Landesvereinen weiterhin der gemeinsame Archivleiter.

Prof. Schunko war viele Jahre hindurch Mitglied des Vereinsausschussesund hat sich stets anregend und fördernd betätigt. Am Vortrags-, Führungs- undVeröffentlichungswesen des Vereines hat er regen Anteil genommen. Sein Anden-ken wird hier immer ehrenvoll bewahrt werden. Leopold Schmidt

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