Jahrgang 
79 (1976) / N.S. 30
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Grasmann und Fritz Markmiller)

Der Storchenturm 20, 1976.Am 6. März 1976 wurde in D- 5410 Höhr- Grenzhausen das neue Keramik-museum Westerwald( Deutsche Sammlung für historische und zeitgenössischeKeramik) eröffnet. Öffnungszeiten 10-17 Uhr täglich, Donnerstag bis 19 Uhr,Montag geschlossen. Eintritt frei.

München, im März 1976

Ingolf Bauer

Volkskunde im Rahmen des 13. Österreichischen Historikertages 1976 in

Klagenfurt

Nach einer Zwischenzeit von drei Jahren fand vom 18. bis 21. Mai 1976in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt der 13. Österreichische Historiker-tag statt. Ort, Zeit und allgemeine Thematik der Tagung waren bestimmt von derMillenniumsfeier Kärntens im Jahre 1976. Das Rahmenthema der Sektion 7,, Historische Volks- und Völkerkunde" lautete entsprechend: Beiträge zurhistorischen Volkskunde von Kärnten".

Der Vorsitz der Sektion 7 Historische Volks- und Völkerkunde" war fürden 13. Österreichischen Historikertag dem Berichtserstatter übertragen worden,nachdem Prof. Leopold Schmidt den Verband Österreichischer Geschichts-vereine ersucht hatte, ihn mit Rücksicht auf zahlreiche andere Verpflichtungenvon der durch bald dreißig Jahre getragenen Verantwortung für die Vertretungder Volkskunde auf den Österreichischen Historikertagen zu entbinden und diesein jüngere Hände weiterzugeben. Leopold Schmidt hat seit der KonstituierendenVersammlung des Verbandes Österreichischer Geschichtsvereine im Jahre 1949in Wien die Sektionsberatungen der Volkskunde auf insgesamt zwölf Österrei-chischen Historikertagen vorbereitet und geleitet, und es stimmt gewiß nicht, daßihn die nicht nur dem Volkskundler vertraute- Scheu vor der Zahl 13,der Primzahl des babylonischen dodekadischen Zahlensystems, der Zahl derUnterwelt und der Zerstörerin des Vollkommenen", von der Fortführung einervor einer Generation übernommenen Aufgabe abgehalten hat. Vielmehr mag derEntschluß zur Weitergabe der Verantwortung in der Gewißheit gegründet sein,daẞ Leopold Schmidt dank seiner allen Respekt gebietenden wissenschaftlichenArbeitsleistung der historischen Volkskunde heute eine so gesicherte Grundlagegeschaffen hat, daß nachwachsende Kräfte darauf weiterbauen können. Eine ge-sicherte Grundlage in zweifacher Hinsicht!

Erstens ist es von der organisatorischen Seite her gelungen, bereits in denersten Jahren nach dem letzten Weltkrieg für die österreichische Volkskundeeine Verbindung zum benachbarten großen Fachbereich der Geschichtswissen-schaften herzustellen, indem der Verein für Volkskunde in Wien in seiner Eigen-schaft als älteste Fachinstitution der volkskundlichen Sammlung und Forschungin Österreich im Jahre 1949 als eine der 18 Gründungsgesellschaften und-institutedem damals sich konstituierenden Verband Österreichischer Geschichtsvereinebeigetreten ist. Was damals der Rektor der Wiener Universität und nachmaligePräsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Prof. RichardMeister, zu dieser nunmehr auch organisatorisch begründeten Verbundenheitaller geschichtswissenschaftlichen Institutionen und Körperschaften der For-schung, der wissenschaftlichen Lehre und Berufsausbildung sowie der Betreuungwissenschaftlichen Forschungsgutes und dessen Bereitstellung für die Forschunggesagt und geschrieben hat, hat nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt und findetsich in den Erfahrungen unseres Faches bestätigt ¹).

1) Bericht über die Konstituierende Versammlung des Verbandes Österrei-chischer Geschichtsvereine in Wien vom 21. bis 24. September 1949. Bearbeitetvon Hanns Leo Mikoletzky. Wien 1950, S. 3-7.

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