Jahrgang 
79 (1976) / N.S. 30
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stellte einen großen Raum in Floridsdorf( Schnellbahnnähe) zur Verfügung, so-daß der Montag als jour fixe bereits zur Gewohnheit oder besser: zum Brauchgeworden ist. Zunächst wurde ans Aufarbeiten der Sammlung Hula gegangen,die einige Tausend Negative umfaßt. Daran arbeiten Herr Boesch selber, dieganze Familie Koller nach dem beim hl. Paulus formulierten Prinzip:, Dereine hat diese Gabe, der andere jene"; Frau Ernest; Frau Paul, die sichfür Sekretariatsagenden zur Verfügung gestellt hat und überdies eine wertvolleVerbindung zum Stiftsarchiv Klosterneuburg herstellt; Frau Melion; Inge-nieur Stary, der eine Sammlung von Kreuzformen hergestellt hat sowie ansProblem der kartographischen Signaturen für Flurdenkmäler herangeht; und indiesem Zusammenhang nenne ich Dr. Walter Berger, der für sein speziellesArbeitsgebiet, Weinviertel und Marchfeld, eine überzeugende Dokumentationnach morphologischen Gesichtspunkten geliefert hat, die er anläßlich einer Zu-sammenkunft, kombiniert mit terminologischen Erwägungen, zur Debatte stellte.Und so kommt es, daß wir sagen können: voraussichtlich werden bis Ostern alleNegative der Sammlung Hula kopiert und grob nach Ortsnamen geordnet seinimmerhin ca. 4500 Bilder.

Abschließend soll bemerkt werden, daß auf der Tagung der deutschen AGDenkmalforschung zu Pfingsten in Rüsselsheim drei Mitglieder unserer AG teil-nehmen wollen, von denen Ada Paul und Dr. Walter Berger für Referatevorgesehen sind.Emil Schneeweis

B. Österreichisches Museum für Volkskunde

Arbeitsbericht für 1975

Am Österreichischen Museum für Volkskunde wurden zunächst die an-fallenden sachlichen und wissenschaftlichen Arbeiten geleistet, die angesichtsder Ausstellungen in und außer Haus sich wieder sehr umfangreich gestalteten.Die Anzahl der wissenschaftlichen( und anderen) Anfragen, die beantwortet wer-den mußten, war wieder sehr hoch, etwa 300 Vorsprachen bei der Direktionwurden mündlich erledigt, etwa 500 Anfragen schriftlich.

Personell hat sich die Situation insofern geändert, daß auf einen neuenDienstposten am 1. September 1975 Dr. Franz Grieshofer eingestellt werdenkonnte. Allerdings ist in der gleichen Zeit der wiss. Rat Dr. Schneeweis durchKrankheit ausgefallen. Materiell sind die dauernden Verbesserungsarbeitenim Hauptgebäude zu erwähnen, vor allem die Aufstockung von einigen Biblio-thekskästen für den ununterbrochen steigenden Zuwachs, und die Auswechslungder Vitrinen im Keramiksaal durch neue, im Haus gefertigte beleuchtbareVitrinen. Der Umbau wird fortgesetzt.

In den Schausammlungen wurden 1975 zwei kleine Sonderausstellungendurchgeführt: 1. Volkstümliche Malerei auf Pergament und Papier, 2. Häuserund Menschen im Lungau in künstlerischen Darstellungen der Gegenwart.Letztere ist schon die 4. Ausstellung in dieser Reihe Häuser und Menschen".Im Hauptgebäude wurden 8500 Besucher gezählt, in der SammlungReligiöse Volkskunst, welche 1975 auch an den Mittwochen geöffnet war, insgesamt 600. Hier macht sich die Fußgängerzone Kärntnerstraße fördernd be-merkbar.

Außenstellen und Ausstellungen:

Im Schloßmuseum Gobelsburg wurde die Ausstellung Volks-tümlich geformtes, geschliffenes, bemaltes Glas" eröffnet, mit eigenem Katalog.Der Gesamtbesuch des Schloßmuseums betrug bis Jahresende ungefähr 10.000.Im Märchenmuseum Schloß Raabs wurden zwei weiterekleine Räume dazu adaptiert und vorläufig eingerichtet. Der Gesamtbesuch desMärchenmuseums belief sich auf 2500.

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