Jahrgang 
79 (1976) / N.S. 30
Einzelbild herunterladen
 

1967 sein Vorschlag, Vorlesungen über Volksglauben, Volkskult und sozialeInstitutionen an der Theologischen Fakultät abzuhalten, vom zuständigen Dekanatals profan" abgelehnt wurde. Trotz aller Hemmnisse hat Sp. aber eine Reihevon Institutionen und Programmen ins Leben gerufen und Gedanken organi-satorische Gestalt verliehen, die auch in der ferneren Zukunft noch von seinemWirken zeugen werden.

Die persönliche Impression, die Meinung Dritter und die objektiven Faktender Biographie ergänzen einander und verdichten das Bild: ein Mensch undWissenschafter hat uns verlassen, dessen Fehlen auch über die Fachkreise hinausnoch lange Zeit spürbar bleiben wird.Walter Puchner

,, Gutes altes Puppenspiel"

Am 10. April 1976 wurde im Österreichischen Museum für Volkskundedie kleine Wechselausstellung Gutes altes Puppenspiel" als Beitrag des Museumszur 200- Jahr- Feier des Wiener Burgtheaters eröffnet. Die Verbindung ergab sich,weil Josef Anton Stranitzky, der eigentliche Begründer des deutschen Berufs-theaters in Wien, 1705 anfangs als Puppenspieler nach Wien gekommen war.Die Ausstellung zeigt die Bestände an Figuren von verschiedenen Puppen-theatern sowie die vielfigurigen Budenstücke, die einstmals mechanisch beweglichwaren, also das Praterstück mit dem Deutschen Michel" ebenso wie das großeitalienische Budenstück mit der beweglichen Laokoon- Gruppe. Zwei Artisten-puppen von Johann Mathias Tendler aus Eisenerz weisen auf eine weitereDimension des alten Puppenspieles hin. Illustriert werden die Objekte durcheinige künstlerische Darstellungen, vor allem durch das Bild eines à laplanchette"-spielenden kleinen Italieners von Anton von Rentzell, sowie durchdie Darstellung des Wiener Praterkasperls von Max Frey.

Schdt.

79